Tradition in steilsten Lagen

Laurenburg

Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

ZUM VERGRÖSSERN IN DAS BILD KLICKEN
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

***

1565 Erwähnung eines Wingerts zu Scheid

1565

Das Dokument weist die Existenz von vier Weingärten zu Laurenburg und Scheidt aus:
– ein Wingart zu Scheide,
– ein Wingert im Hain und
– zween Wingert in der Layen Kamberg (?).

1564 Erwähnung eines Wingerts zu Scheide und Laurenburg

1564

In diesem Dokument werden insgesamt 3 Weinbergsparzellen zu Laurenburg an 3 unterschiedlichen Lagen benannt.

Im Atzell Haan

Die Weinbergslage Im Atzell Haan bei Scheidt oder Laurenburg ist nach bisherigen Erkenntnissen lediglich einmal, 1564, urkundlich nachgewiesen. Weitere Erwähnungen sind bisher nicht bekannt.

Die Fluren 'Im Doßborn', 'Im Platterberg' und 'Im Stein' oberhalb Laurenburg

Im Hain

Im Hain (früher auch Han, Im Han, Im Haan), ist die heute so benannte benannten Flur 4 der Ortsgemeinde Laurenburg.
Die erste bekannte Erwähnung dieser Flur finden wir in einer Urkunde aus dem Jahr 1368.

1368 Erwähnung von Weingärten am Laurenburger Berg und Zulheim

1368

In diesem Dokument vom 25. Januar 1368 finden wir erstmalig Hinweise auf Weingärten zu Zulheim sowie am Burgberg und im Hain zu Laurenburg.

Burgberg mit Burg und Schloss Laurenburg

Burgberg zu Laurenburg

Während bei der Ersterwähnung von Weinbau um die Laurenburg aus dem Jahr 1275 recht vage von ‚Heinrich von seinen Weinbergen bei Laurenburg berichtet wird, finden wir erstmalig 1368 eine recht präzise Beschreibung der Lage von Weinbergen am Burgberg.

Blankenberg

Die Lage des Blankenberges und dessen heutige Bezeichnung sind nicht bekannt.
Die Verfasser vermuten ihn jedoch wegen seiner „blanken“ Felswände im oberen Teil des Südost-Lahnhanges westlich von Laurenburg im Bogen der dort nach Süden abfliessenden Lahn, an dessen Fuße die typische Mauern zur Terrassierung von Weinbergen erhalten sind.

In der Frohnau

In der Frohnau

Die Frohnau, auch Fronauwe (1336), Froinauwe (1392), schließt sich flussabwärts der Weidenau an und erstreckt sich vom Fuße des Südosthanges des Streithecks und des Auberges sowie der Frohnauer Dell bis zur Käslay gegenüber der Rupbachmündung.