Tradition in steilsten Lagen

Ausweislich der Bibliografie Weinbau an der Lahn (externer Link) – Kurze Geschichte des Lahnweinbaus (externer Link oder in dieser Webseite auch unter dem Menu Geschichte aufrufbar) wird Weinbau bei Wetzlar im Jahr 1242 urkundlich erstmals erwähnt..

Dieser urkundliche Nachweis liegt dem Verfasser hier leider noch nicht vor.


HISTORISCHE LAGEN

Im Folgenden werden in historischen Dokumenten benannte Lagen und weitere urkundliche Erwähnungen aufgeführt:

am Kalsmunt
vor der Kalsmunter Pforte


Weitere urkundliche Erwähnungen

12. Oktober 1388

Klaus Imhof und seine Ehefrau Hebele bekunden, dass sie ihrem Sohn Siegfried 60 Gulden Wetzlarer Währung schuldig geworden seien, die ihnen Hermann Rulsberger, Schulmeister des Stifts Wetzlar, ausbezahlt habe. Dafür verpfänden sie ihm die Besserung ihres Weingartens vor Wetzlar gegen Kalsmunt zwischen den Äckern Eberhard v. Holzheims, Wigand Brauschilds und Hermann v. Holzheims.
Siegler: Heymann Mareke( und Gerbracht, dessen Sohn, Schöffen zu Wetzlar

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 117

12. Oktober 1391

Johann Volkwin und seine Ehefrau Metze, Bürger zu Wetzlar, bekunden, dass sie dem Klaus Imhof (in dem Hobe) und dessen Ehefrau Hebel für eine ungenannte Summe Geldes alle Besserung und Rechte an einem dem Stift Wetzlar zinspflichtigen Weingarten vor der Stadt verkauft haben.
– Zeugen: Heinrich Marckel und Heinrich Fulda, Schöffen zu Wetzlar

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 121

02. Mai 1393

Klaus Imhof (in dem Hofe) und seine Ehefrau Hobele bekunden, dass sie dem Philipp v. Falkenstein-Münzenberg für eine ungenannte Summe Geldes einen Weingarten in den Feldern vor der Stadt Wetzlar vor der Kalsmunter Pforte bei Wigand Brauschild, Hermann v. Holzheim und Eberhard v. Holzheim, dem Stift Wetzlar zinspflichtig, verkauft haben.
– Zeugen: Heinrich Fulda, Harpin v. Limburg, Hermann v. Holzheim, Eberhard v. Holzheim, Gerbrecht Marckel, Hermann Bredehuser, Hartmann Snauhart, Richel Rei(ge) und Harpin Weis, Schöffen zu Wetzlar
Siegler: Stadt Wetzlar (Stadt-Sg.)

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 122
auch: Arcinsys / HHStAD Bestand B 9, Nr. NACHWEIS

28. Januar 1398

Klaus Imhof (in dem Hofe) und seine Ehefrau Rebele bekunden, dass sie ihrem Sohn Siegfried 52 Gulden Wetzlarer Währung schuldig seien, die Kunz v. Grüningen ihnen ausbezahlt habe. Für die Erfüllung der Rückzahlungsverpflichtung verpfänden sie ihm alle Besserung ihres Weingartens vor Wetzlar bei Eberhard v. Holzheim, Wigand Brauschild und Hermann v. Holzheim.
Siegler: Heymann Marckel und Hermann v. Holzhelm, Schöffen zu Wetzlar

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 132

29. März 1404

Klaus Imhof (vom Hofe) bekundet, zugleich auch für seine Ehefrau Hebel(e) und seine Erben, dass er auf alle Rechte an dem Weingarten vor Wetzler am Kalsmunter Berg, den er vorzeiten dem Philipp v. Falkenstein-Münzenberg verkauft habe, verzichte.
Siegler: Peter v. Schwalbach, Werner Setzepfand v. Trohe

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 142

07. April 1405

Johann Mirtz v. Kriftel bekundet, dass ihm Philipp v. Falkenstein-Münzenberg gegen einen jährlichen Zins von 4 1/2 Gulden einen Weingarten bei Kalsmunt zu Landsiedelrechten verliehen habe.
Siegler: Aussteller

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 144

16. Oktober 1410

Klaus Imhof (im Hofe) v. Wetzlar bekundet, dass er auf alle Ansprüche aus Schulden, Weingarten, Kauf, Gefängnis, Schaden, Forderungen etc. an Erzbischof Werner v. Trier wegen der Grafschaft Falkenstein und der Herrschaft Münzenberg verzichtet habe, und quittiert über die dafür erhaltene Geldsumme.
Siegler: Gilbrecht Riedesel, Amtmann zu Butzbach, Werner Setzepfand v. Trohe

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 158

17. Juni 1420

Die Gebrüder Bernhard und Johann, Grafen v. Solms bekunden, dass sie den von Ihrem Vater Otto und Ihrem Onkel Joharin ererbten Besitz wie folgt geteilt haben: Bernhard soll Burg und Tal Braunfels mit den Dörfern Tiefenbach, Leun, Niederbiel, Oberbiel, Dalheim mit Zehnten, Stelndorf, Oberndorf, dem Zehnten zu Mühlheim, Burgsolms, das Quembacher Gericht, den Waldschmieden zu Möttau und Bonbaden, ausgenommen den Hof des Dill Weiß, die Weingärten Graf Ottos und den Weingarten „Eigelsberg“ des Grafen Johann erhalten. […]
Siegler: Aussteller, Eberhard d.J. Schenk zu Schweinsberg, Amtmann zu Laubach, Henne v. Bellersheim, Amtmann zu Lich

Quelle:
Friedrich Battenberg, Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim, a.a.o., S. 176

06. Dezember 1427

Hartmann Huruß von Leun und seine Frau Anne, Contze Hottorffer und seine Frau Gertrud sowie Sohn, Stiefsohn und Schwiegertochter der vorigen, verkaufen an Johannes Buß und seine Frau Katherina, Bürger zu Wetzlar, einen Weingarten.
– Siegler Ausst., Wetzlarer Schöffen Henrich Buß und Henrich Bruning

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 90, Nr. U 424

01. März 1806

Am 1. März 1806 wurde in Wetzlar der an der Dalheimer Kapelle gelegene 15 Morgen große Weinberg des Kammergerichtsprokurators Groß öffentlich meistbietend versteigert.

Quelle: 
Werner Cornelius (†), Geschichte des Tiefenbacher Weinbergs,  1996
aus: http://www.tiefenbacherwinzergemeinschaft.de/historie/

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Titelbild:
Wetzlar ehem. Weinberg am Kalsmunt
©2019 Sonja Schweitzer. Alle Rechte vorbehalten

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Adelhahn

Mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage Adelhahn am Bernshahner Kopf, auch Obernhofer Himmelsberg genannt, trat die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn in eine neue Phase.