Tradition in steilsten Lagen

Die Tornlay bei Scheidt ist zwischen der Schwarzlay und dem Burgberg gelegen. 
Neben wenigen Fragmente von Stützmauern beiderseits der Lay, die auch hier früheren Weinbau belegen, weist die Tornlay im Vergleich zur Schwarzlay, dem Burgberg und der Hasenlay mehrere Besonderheiten auf.


Besonderheiten

Auffälliges Merkmal der Tornlay ist, dass sie nicht über den gesamten Hangverlauf talwärts reicht, sondern lediglich im oberen Viertel des Turmbergs aus dem Hang heraustritt.
Talwärts schließt sich ein tiefes und breites Schuttfeld kleiner und kleinster Schieferplatten an.

Bei genauer Betrachtung der aus dem Hang heraustretenden Schieferformation und im Vergleich zur Schwarz- und Hasenlay fällt auf, dass die talseitige Hälfte des Gesteinskopfes zu fehlen scheint.

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Die Oberflächenstrukturen des Schiefers weisen zudem eine Vielzahl an Bruch- und Sägeflächen auf.

Daraus darf geschlossen werden, dass die Tornlay als Steinbruch zur Gewinnung von Baumaterial gedient haben muss. Die an der Tornlay abgebaute Masse an Gestein musste demnach einen hohen Bedarf an Baumaterial decken, der weit über den Bedarf für Weinbergsmauern in unmittelbarer Umgebung hinausging – also bei Erbauung der Burg Laurenburg 

Zudem verläuft ca. 100m unterhalb der Tornlay beginnend ein Absatz im Hang nach Süden auf die Burg Laurenburg zu, der in vergangener Zeit offensichtlich als Transportweg genutzt wurde.


Zu Dauer und Umfang des Weinanbaus an der Tornlay sind ebenfalls keine urkundlichen Nachweise bekannt.
Wie bei allen Lagen am Turmberg dürfte aber der Weinbau an der Tornlay ebenfalls um die Zeit in der Mitte des 17. Jahrhunderts aufgegeben worden sein.

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TOPOGRAFISCHE LAGE

Lage: südwestlich Scheidt am nördlichen Rand des Turmberges.
Exposition: 190° (SSW)
Hangneigung: Ø 70%
Größe: ca. 3.000qm (nördlicher Teil), ca. 9.000qm (südlicher Teil)
Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'.
Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'.
© 2018 mapz.com

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Details zu den einzelnen Lagen finden Sie hier:
Hasenlay, Schwarzlay, Tornlay.

Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

ZUM VERGRÖSSERN IN DAS BILD KLICKEN
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.