Tradition in steilsten Lagen

Der Schieferfels der Hasenlay liegt am westlichen Ortsrand von Scheidt und fällt nach Südwesten in das Tal des Waselbachs, bildet aber mit dem davor verlaufenden flachen Erosionsgraben eine nahezu südliche Hanglage.

An diesem sonnengünstigen Hang wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Wein angebaut.
Die Bezeichnung Hasenlay wurde zu dieser Zeit noch nicht verwendet. 

Zeugnis geben dabei an mehreren Stellen Fragmente der typischen Stützmauern.

Zum Vergrößern in ein Bild klicken.

Ein Wingert an der Hasenlay ist jedoch urkundlich bisher nicht nachgewiesen.

Wie bei allen Lagen am Turmberg darf geschlussfolgert werden, dass auch die Lage an der Hasenlay spätestens im Zuge des durch den 30jährigen Krieges bedingten Niedergang des Weinbaus aufgegeben wurde und auch hier eine natürliche Verwaldung oder auch eine bewusste Waldbewirtschaftung nachfolgte.


Topografische Lage

Lage: südwestlicher Ortsrand von Scheidt an der Südseite der 'Hasenlay'
Exposition: 210° - 230° (SSW-SW)
Hangneigung: Ø 70%
Größe: ca. 3.000qm
Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'.
Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'. 
© 2018 mapz.com

 ***

Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

ZUM VERGRÖSSERN IN DAS BILD KLICKEN
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

***

Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.