Tradition in steilsten Lagen

Dieser ehemalige Weinberg an der Langenscheider Klamm befindet sich im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau in der Gemarkung Langenscheid am Südhang eines beginnenden Taleinschnitts.

Neben den typischen Weinbersmauern, die von frühem Weinbau in Terrassen an diesem Hang Zeugnis geben, lässt sich der Nachweis einer entsprechenden Bewirtschaftung durch einen Ausschnitt eines Meßtischblattes (vmtl. Blatt 5613 Schaumburg) um 1900 belegen, in dem an diesem Hang Weinbau verzeichnet ist.

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Ehemalige Weinbergslage an der Langenscheider Klamm Meßtischblatt um 1900 
© 2018 Weinbau an der Lahn Alle Rechte vorbehalten

Bestätigt wird dies durch eine entsprechende Einzeichnung in der Rhein-Weinbau-Karte für die Strecke Bingerbrück/Rüdesheim – Coblenz : einschliesslich des Lahnthales aus dem Jahr 1902: Am rechten Bildrand ist diese Lage farblich hervorgehoben.

Ausschnitt aus der 'Rhein-Weinbau-Karte für die Strecke Bingerbrück/Rüdesheim - Coblenz : einschliesslich des Lahnthales
Ausschnitt aus der 'Rhein-Weinbau-Karte für die Strecke Bingerbrück/Rüdesheim - Coblenz : einschliesslich des Lahnthales / Mit Benutzung amtlichen Materials angefertigt im Bureau der Königlichen Regierung zu Coblenz' Koblenz 1902
Quelle: https://www.dilibri.de/rlb

Topografische Lage

Lage: Südhang der Langenscheider Klamm
Exposition: 135º- 190º (SO-SSW)
Hangneigung: tbd
Größe: ca 20.000qm
ehem. Weinberg an der Langenscheider Klamm
Ehem. Weinberg an der Langenscheider Klamm 
© 2018 LVermGeo / Geoportal Rheinland-Pfalz

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Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

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Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
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Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.