Tradition in steilsten Lagen

1383 wird Weinbau bei Dietkichen erwähnt.

13. Januar 1383

Heinrich Dutsche von Niederhadamar bekundet einen Tausch mit seinem Oheim Dyele von Hadamar, Bürger zu Limburg, dem er seine Güter zu Dietkirchen, bestehend aus Weingärten, Ackerland und Zinsen, überlässt gegen sieben Morgen näher beschriebenen Landes, darunter auch ein Weinberg, zu Niederhadamar, verbunden mit der jährlichen Lieferung eines halben Malter Korns an Diele.

Originaldatierung: 1382 in octava epiphanye, nach Trierer Stil

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 22, U 1182 mit Digitalisat

02. Juli 1387

Johannes von Attendorn, Kanoniker und Thesaurar des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen, Trierer Diözese, macht – da den Sterblichen nichts sicherer als der Tod und nichts unsicherer als dessen Stunde ist und es sich daher empfiehlt, dem mit guten Werken zuvorzukommen, deren Eigenschaft allein dem Menschen nachfolgt – zu seinem Seelenheil und dem seiner Wohltäter, Vorfahren und aller Gläubigen sein Testament. […]

Zur Unterhaltung von zwei Priestern bewidmet er sie mit folgenden, von ihm gekauften Gütern: mit seinem Hof (‚curte‘) im Dorf Steeden mit Feldern, Äckern, Weingärten, Früchten, Weiden, Einkünften und Zinsen; mit der Hälfte seines Hofs in Dorf und Feldmark Dietkirchen auf der ‚Helden‘ nebst Äckern, Weingärten und Einkünften; […]

1 Malter Korngülte, die Hartmut genannt Poyr und Sophia genannt Poyrs und deren Erben von einem Weingarten von 5 Sadel am Born (’supra fontem‘) gibt;

9 Malter Korngülte, fällig zwischen dem 15. August und 8. September, von den Weingärten des Herrn Heinrich von Elz, Dekans des Stifts Dietkirchen, von 1 1/2 Morgen (‚pro uno iugere et dimidio‘) dort, wo die Weingärten (‚vineta‘) des Limburger Berges von denen des Berges zu Dietkirchen geschieden werden, […]

seine Weingärten am Berge, genannt ‚Burgheym‘, bei Dietkirchen von 1 Morgen (‚uno iurnali‘) und 3 Sadel in zwei Teilen. […]

Er vermacht zu den Lichten der Vigilien 3 Malter ewiger Korngülte, die Apelo genannt ‚Doytschayff‘ von Limburg und dessen Erben von 1 Morgen (‚iugere‘) Weingarten an der Mainzer Straße über den Weingärten des Sleynchard und von 16 Morgen (‚iugeribus‘) Acker gibt, […]

Seinem vorgenannten Verwandten (‚cognato‘) Johannes vermacht er 1/2 Morgen (‚iurnale‘) Weingarten auf dem Berge ‚Burgheym‘ bei Tylo, ohne die Zinse, auf Lebenszeit. Nach dessen Tod soll der Weingarten, auch ohne die Zinse, dem St. Michaelsaltar zu Dietkirchen gehören. […]

Zu der Ewigen Lampe in der Dreifaltigkeitskapelle vermacht er 6 1/2 Äcker pflügbares Land in drei Stücken, wovon eins in der Gemarkung (‚in decima‘) von Limburg über den Weingärten nach Dietkirchen unter Johann genannt Mulich liegt, gegen 6 Äcker des Limburger Hospitals grenzt und 5 Morgen weniger 1 Sadel mißt und die beiden übrigen Stücke, zusammen 7 Sadel, in der Gemarkung von Dietkirchen über dem Berge ‚Burgheym‘ liegen: ein Stück, genannt der Mergel, unter dem Acker des Henczo genannt Stollin und das andere etwas oberhalb bei dem vorgenannten Henczo; […]

Zu der Bruderschaft des Landdekanats Dietkirchen vermacht er 7 1/2 Schilling, die zu Dehrn von den Gütern, genannt alte Weingärten, über dem Born (’supra fontem‘) beim Berg Gyrsberg fallen, damit sie sein Gedächtnis in ihren Gebeten, Vigilien und Messen begeht. […]

– Siegel des Ausstellers und des Herrn Johannes Wynechin, Kantors des Stifts Limburg.
– Vor Heinrich von Dieblich (‚Deuelych‘), Kanoniker, Ludwig von Limburg, Glöckner zu Dietkirchen, Heinrich genannt Vosseken von Attendorn, einem Verwandten (‚cognato‘) des Ausstellers, Klerikern.
– Konrad, Pleban der Pfarrkirche zu Montabaur, Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit und die Niederschrift, die er wegen eigener Geschäfte durch einen andern vornehmen ließ, auf Veranlassung des Testators durch Unterschrift und sein Zeichen.

Originaldatierung:
Acta sunt hec 1387, indictione decima, die Martis mensis Julii secunda, hora primarum vel circa in camera dormitoriali habitacionis mee in Deytkirchen

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 19, Nr. U 79a auch:
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 141

04. Juli 1389

Gernant Fischer (‚Fießir‘) von Limburg und seine Frau Nese vermachen dem St. Johannesaltar im Stift Dietkirchen, der ihrem Sohn Gerlach verliehen ist, testamentarisch zu ihrem und ihrer Vorfahren Seelenheil den Weingarten an dem Burgheim zu Dietkirchen, der an dem Präsenzweingarten jenes Stifts liegt. Der Vikar des Altars soll in seiner Messe und in seinem Gebet ihrer Seele gedenken. Die Aussteller sollen den Weingarten auf Lebenszeit behalten.
– Siegel ihres lieben gnädigen Junkers, Dietrichs, Herrn zu Runkel.

Originaldatierung D. feria quarta post vincula Petri 1389

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 19, Nr. U 82

01. Dezember 1402

Die Meisterin des Klosters Beselich Gertrud von Weilburg bekundet einen Vergleich mit dem Vikar Thilmann von Hadamar zu Limburg, in dem sie auf einen Weingarten zwischen Limburg und Dietkirchen, neben dem des Dechanten Rulemann von Dietkirchen gelegen, gegen 14 Schilling Rente von einem Haus zu Limburg verzichtet.

Originaldatierung: Datum 1402 in crastione S. Andrea apostoli

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 13, Nr. U 44

Derzeit konnte noch nicht ermittelt werden, welcher Gemarkung der Weingarten letztlich zuzuordnen ist. Daher wird auf dieses Dokument in Limburg und Dietkirchen verwiesen.


25. Februar 1405

Heinrich von Nauheim (‚Nuheym‘), Kanoniker des St. Georgenstifts zu Limburg, bekundet, daß Dekan, Kapitel und die Vikare desselben Stifts für die Präsenz ihm und Grete ‚Wanereiz‘ auf Lebenszeit den Weingarten genannt der Nesener, jenseits der Brücke neben dem Weingarten des ‚Clais‘ Roßbecher mit allem Recht und Zubehör gegen 1 Gulden ewiger Gülte Limburger Währung, fällig am 11. November, verkauft haben. Er weist diese Gülte an auf seinen Weingarten genannt der Kellner, der ebenfalls jenseits der Brücke am Dietkirchener Berge zwischen den Weingärten des Rulemann von Bubenheim und des Rorich Schultheiß liegt und Henne von Elz (‚Else‘) gehörte, und setzt diesen Weingarten zu Unterpfand. […].
– Siegel des Henne von Nauheim, Bruders des Ausstellers, und Rorich Schultheiß, Schöffen zu Limburg.
– Ferner wurde vereinbart, daß die Präsenz die Gülten und den Grundzins zu entrichten hat, die der Weingarten genannt der Nesener jährlich gibt.

Originaldatierung: D. 1404, in crastino beati Mathie apostoli secundum stilum Treverensem

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 40, Nr. U 649

25. Juni 1453

Jutte, Witwe des Hans von Hoenberg, des Alten, und ihre Kinder teilen mit Johann Frei (Fryen) von Dehm (Derne) alle Güter, die Herrn Crafft Frei von Dahrn, Dekan zu Dietkirchen (Dyckyrchen), ihr Bruder und Vetter gehabt, Eigen, Erbe, Häuser, Scheuern, Gärten, ‚Weingärten, Äcker und Pfandschaft. […]
Von den Wingerten ‚die Grebenberge‘ zu Dietkirchen erhält Jutte die Teile nach Limburg zu mit den Wingerten von Czynen Hennchin , George Badenmar; Herman Curnale, Henne Kromer, Henne Oebeloch zu Dehm (Dame) und Aintzchin Gychmann, Johann die nach Dietkirchen (Dyeckirchen) zu von Henne Byerwertter, Kusen Henne, Adam Henne Schaffers Sohn, Claiß Gerume Pater Komermar und Tzynen Hennchin. Der halbe Morgen Wingert ‚in dem Lympurger berge‘ oberhalb der Harren von Limburg Wingert wird Johann zuteil, dafür erhält Jutte den Garten auf der Lahn (Layn) zwischen Dehm und Dietkirchen. […]
Nach Herrn Craffts Tod sollen über diese Teilung besiegelte Urkunden ausgefertigt werden.

Originaldatierung: 1453 in crastino nativitatis beati Johannis baptiste

Quelle:
Arcinsys/HHStAW, Bestand 1008a in Nr. 182a, fol 15-16

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