Tradition in steilsten Lagen

25. Januar 1310

Wygand von Kreuch, Schöffe zu Limburg, bekundet, daß er von dem Weingarten jenseits der Lahn (‚trans Logenam‘) bei Limburg, den er zu dem von ihm gestifteten Altar der heiligen Katharina im Stift Limburg geschenkt hat, jährlich am Sonntag Invocavit Adelheid von Nassau, Nonne zu Dirstein, 3 Schilling Zins Limburger Währung zu zahlen hat, die dieser Nonne von deren Vorfahren bestellt sind. Er verfügt, daß der Kaplan jenes Altars jährlich den Zins zu jenem Termin der vorgenannten Adelheid oder denen, denen sie den Zins vermacht oder schenkt, entrichtet.

Originaldatierung D. 1310, in crastino beati Johannis baptiste

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 21, Nr. U 21

24. November 1320

(Lutzo Wetzelin und Ku)nzela, Eheleute von Limburg, machen – da nichts sicherer als der Tod und nichts (unsicherer als dessen Stunde ist) – zu ihrem Seelenheil und dem ihrer Vorfahren und aller verstorbenen Gläubigen folgendes Testament. Sie schenken kraft Schenkung unter Lebenden dem St. Petersaltar im Stift Limburg und dessen auf einander folgenden Kaplänen: […];
einen Weingarten bei Limburg jenseits der Lahn (‚trans Logenam‘) zwischen dem Weingarten des Sibolt Agnetis und der (‚Bechtradis‘) […].
Auch geben sie zum St. Georgschor ihren Weingarten vor der Hammer Pforte (‚extra portam Hamme‘) zwischen den Weingärten des + Wigand von Kreuch mit allem Nutzen. […]. Sie geben ferner: […];
einen Weingarten bei Laurenburg dem heiligen Alexander in Brunnenburg (‚Brunenburch‘). […] Sie geben ferner: […];
dem Kloster Beselich (‚-leich‘) ihren großen Weingarten bei ‚Heldenbuornen‚, damit die Priorin des Klosters den Wein nach Zurückhaltung dessen, was zur Kultur des Weingartens nötig ist, während der Fastenzeit unter die Nonnen (‚puellas‘) verteilt und jeder täglich, wenn sie nach der Messe das Gedächtnis der Aussteller begehen, ein halbes Doppelmaß, solange der Wein reicht, […].
Demselben Kloster geben sie ihren Weingarten bei Limburg, den sie von Gerhard genannt ‚Genselinheubit‘ gekauft haben. Die Meisterin soll den Weingarten baulich halten und den Wein davon während der Fastenzeit unter die Nonnen verteilen, indem sie jeder täglich ein halbes Doppelmaß gibt, wenn sie nach der Messe das Gedächtnis der Aussteller begehen. […].
– Es siegeln der Aussteller, Dekan und Kapitel zu Dietkirchen (‚Dykir-‚) mit dem Siegel des Stifts, Al(bert), Pleban zu Limburg, mit dem Siegel der Pfarrei sowie Udo von Villmar und dessen Schwiegersohn Peter, Ritter.

Originaldatierung Actum et d. 1320, in vigilia beate Katherine virginis

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 20, Nr. U 24

27. März 1333

Gerlach, Herr von Limburg, und seine Frau Kunigunde bekunden, daß alle Zwietracht (‚zweiunge‘), die sie bis heute wegen ihrer Stadt und Bürger zu Limburg mit Dekan und Kapitel des Stifts Limburg hatten um Eigentum, Auf- und Abfahrt, Wette vom Eigentum und um den Zehnten, den die Aussteller und das Stift gemeinsam haben, nach dem Rat ihrer Freunde beigelegt ist. […]
Aus besonderer Gnade und Gunst und um der Dienste willen, die das Stift ihnen erwiesen hat und noch erweisen mag, gestatten sie, daß Dekan und Kapitel kein Ungeld zu geben brauchen: von dem Wein, den sie oder einer ihrer Wirte haben: von den Weingärten, die von alters zu den Pfründen gehört haben, von geistlichen Gaben, von dem, was ihnen angestorben ist, oder von ihrem Eigen und Erbe, soweit es außerhalb des Zehnten der Aussteller liegt. Auch was an Weingärten zu der Kantorei gehört, dazu der Weingarten, den der Pfarrer jetzt vom Stift hat, der 1/2 Morgen, der des ‚Walin‘ war und den nun Herr Johann, der Kustos (‚kostir‘), hat, und der Weingarten am Galgenberge, der auch des ‚Walin‘ war, sollen kein Ungeld geben. […]
– Siegel der beiden Aussteller.

Originaldatierung Geg. uffe den palmen abint 1333

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 138

08. August 1334

Demut, Witwe des Albert genannt Kürschner, Bürgerin (‚oppidana‘) zu Limburg, Trierer Diözese, macht ihr Testament mit den ihr von Gott verliehenen Gütern. […]
Weiter vermacht sie den beiden Vikareien und dem Altar: […]
1 Morgen Ackerland zwischen den Weingärten, der von Albert genannt Wikel erkauft ist und von dem jährlich am 11. November 1 Schilling dem Herrn von Limburg zu zahlen ist;[…]

Originaldatierung Acta sunt hec 1334, indictione secunda, die octava mensis Augusti, hora quasi sexta, in loco qui dicitur claustrum ecclesie Lympurgensis pretacte subtus dicta nova capella

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 216

29. September 1336

Gerlach, Herr zu Limburg, und seine Frau Kunigunde verkaufen den Priestern Jakob und Klaus, Kaplänen der beiden vom + Kantor Cunemann auf der neuen Kapelle gestifteten Altäre in der Stiftskirche (‚in dem munster‘) zu Limburg, die zu Ehren der heiligen Aposteln Symon und Judas sowie des heiligen Georg und der heiligen Dorothea geweiht sind, für 10 Mark Pfennig, 3 Heller für den Pfennig gerechnet, die ihnen bezahlt sind, 10 Viertel Weingülte, die diese bisher den Aussteller von 1/2 Morgen Weingarten gaben, den jener + Kantor den Altären vermacht hat, jenseits der Lahn bei den ‚probinstrechinneben dem Weingarten des Herrn ‚Tinctores‘ gelegen. Der Weingarten soll künftig Eigen der zwei Altäre sein.
– Siegel der Aussteller.

Originaldatierung Geg. uf sente Michilz dach 1336

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 176

13. Januar 1339

Henrich ‚Schauwinb(ur)ger‘, Bürger zu Limburg, und seine Frau ‚Dilige‘ verkaufen 4 Schilling Pfennig Gülte, 3 Heller für den Pfennig gerechnet, von ihrem Haus, das auf dem Roßmarkt zu Limburg neben dem Hof des Herrn von Limburg steht, und von 1/2 Morgen Weingarten bei Limburg ‚uf dem scheyde‘ dem Dekan und Kapitel des Stifts Limburg für 5 Mark weniger 3 Schilling, die diese ihnen bezahlt haben. Die Aussteller oder wer das Haus und den Weingarten besitzt, sollen die Gülte jährlich am 11. November dem Kämmerer des Stifts entrichten.

Originaldatierung Gebin uf den aichcehindin dach 1339

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 190

Die Lagebenennung ist deshalb von besonderer Bedeutung, als an anderer Stelle dieser Lagenamen bei Scheidt (Scheyde) verortet werden könnte.


19. April 1339

Heinrich genannt Wize, Kaplan des Altars der heiligen Anna im Stift Limburg, trifft – da der Tod für alle Lebenden unvermeidlich, dessen Stunde aber verborgen ist (‚Quoniam mors omnibus viventibus generalis et inevitabilis, hora autem sui adventus dubia et occulta‘) – folgende letztwillige Verfügung. Er bewidmet den Altar im Stift Dietkirchen, Trierer Diözese, der von ihm mit Zustimmung des Dekans und Kapitels daselbst begründet und zu Ehren der heiligen 12 Aposteln geweiht ist, mit seinem Hof (‚curia‘) zu Schirlingen und dessen zugehörigen Gütern. […]
Er vermacht dem Altar ferner 1 1/2 Morgen Weingarten im Hamm. Der Kaplan des Altars soll dafür 24 Viertel besseren Weins kaufen, wie er in der Stadt (‚oppido‘) Limburg käuflich zu erhalten ist, und den Kanonikern, Vikaren und Gehilfen, die im Refektorium zu Dietkirchen anwesend sind, zur Tröstung an den Vigilien der folgenden Heiligen zu trinken geben: […]
– Es siegeln der Aussteller und die Treuhänder.
– In Gegenwart der Treuhänder und von Dylmann, Scholaster des Stifts Limburg, Heinrich genannt von Montabaur und Werner genannt Sänger, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung Actum et d. 1339, feria secunda proxima ante diem beati Georgii martiris

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 19, Nr. U 27

05. Januar 1340

Heinrich Weiß (‚Wizche‘), Bürger zu Limburg, und seine Frau Elisabeth verkaufen ihren halben Weingarten, der Eigen ist, an dem ‚aldin berge jenseits der Lahn neben Otto Mulichs Weingarten und dem von Hiltwins Kindern für 21 Mark, die bezahlt sind, an Frau Demut, die Kürschnersche, Bürgerin zu Limburg, zu dem Altar, den sie im Stift Limburg begründet hat. Sie haben den Weingarten mit Halm und Mund, wie es zu Limburg und andernorts gebräuchlich ist, Nikolaus Wolframi und Johann von Elz (‚Else‘), Priestern und Vikaren des genannten Altars, aufgetragen vor ‚Royrich‘ Meinhart, Johann von Holbach (‚Hoylibach‘) und Lutze, Sohn der Begine, Bürger zu Limburg, und haben auch darauf verzichtet vor Johann von Zeuzheim (‚Zuotz-‚) und Heynemann Knappe, Schöffen zu Limburg.
– Siegel der vorgenannten 2 Schöffen.

Originaldatierung D. anno domini 1340, in vigilia epiphanie eiusdem domini

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 197

12. November 1342

Henne, des ‚Paffiinderfer‘ Sohn zu Limburg, verkauft dem Limburger Stift seinen Weingarten für 4 Mark.
– Siegel des Gerlach, Herrn von Limburg.
Originaldatierung D. 1342, in crastino beati Martini episcopi

Den entscheidenden Hinweis auf die Weinbergslage gibt die ergänzende Formalbeschreibung:

Ausfertigung, Pergament (laut Findbuch mit einem Siegel) im Jahre 1945 verloren. – Vorlage: Regest im Findbuch ebenda. Hiermit ist wohl identisch der ‚Kaufbrief über ein weingarten uffm Scheit gelegen‚ 1342, den Mechtels Rep. als Nr. 144 nennt

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 219

02. Januar 1343

Kuno Kelner, Bürger zu Limburg, verkauft Herrn Nikolaus Wolfram, Priester zu Limburg, für 3 Mark, die dieser ihm bezahlt hat, 3 Schilling und 1 Huhn ständiger Gülte, die ihm von 2 Stücken Weingarten einkommt, die Marquart ‚Roypinhobere‘ von den Eltern des Ausstellers und diesem selbst zu Erbrecht hat, an der Lahn bei dem Weingarten des Herrn Gobel Hirte und dem des Ryme von Dorchheim gelegen. […].
– Siegel des Johann von Zeuzheim, Schöffe, und des Johann Kelner, Heimbürgen zu Limburg.

Originaldatierung D. in crastino circumcisionis domini 1343

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 223

22. Dezember 1343

Hermann Pinkart und seine Frau Adelheid, Bürger zu Limburg, verkaufen ihren Weingarten, der ‚uf dem Scheide‘ zu Limburg in dem Burggraben beim Weingarten des Herrn Heinrich Fulde liegt, sowie das dazu gehörige Stück Land Herrn Swiker, Kanoniker im Stift zu Limburg, und seinen Erben für 19 Mark Pfennig, 3 Heller für den Pfennig gerechnet, die er ihnen bezahlt hat. […]. Die 5 Viertel Wein, die sie bisher jährlich davon dem Dekan und Kapitel des Limburger Stifts zum Seelgerät gegeben haben, überweisen sie auf ihren Weingarten genannt der Zöllner, der oberhalb vom Weingarten des Kaplans des Herrn von Limburg liegt; davon sollen sie dem Stift künftig den Wein jährlich im Herbst entrichten. Will aber das Stift den Wein vom Weingarten des Herrn Swiker im Burggraben haben, so sollen die Aussteller den Wein dem Herrn Swiker von ihrem Weingarten genannt der Zöllner liefern, der ihn dann dem Stift gibt. Sie verpflichten sich zur Währschaftsleistung.
– Siegel der Herren Lutze Herburt und Harthung Schultheiß, Schöffen zu Limburg vor Welther Windener, Wirich und Gerhard, Diener (‚famulo‘) der + Frau ‚Kunzeln‘, sowie mehreren anderen glaubwürdigen Leuten.

Originaldatierung Actum et d. in crastino beati Thome apostoli 1343

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 231

10. Mai 1344

Der Priester Swiker, Kanoniker im Limburger Stift, Trierer Diözese, macht, da allen Sterblichen nichts gewisser ist als der Tod und nichts Ungewisser als die Stunde des Todes und es deshalb ratsam ist, ihm mit Almosen und guten Werken zuvorzukommen, deren Eigenschaft uns allein von diesem Dasein (‚de hac luce‘) nachfolgt, zum eigenen Seelenheil und dem seiner Vorfahren und aller verstorbenen Gläubigen sein Testament. Er bewidmet sie […]
mit seinem Weingarten zu Limburg jenseits der Lahn (‚ultra Logenam‘) genannt der ‚Oleymecher‚, der jährlich 3 Schilling Pfennig dem Gerhard, Diener (‚famulo‘) der + Frau Kunzele, zinst; mit der Hälfte seines Weingartens genannt der ‚Burggraibe‘ bei Limburg. […];
seinen Weingarten bei Kaldenbach ganz, den er von Ludwig genannt ‚Suosman‘ und ‚Siboddo‘ genannt Sulen erkauft hat;[…];
seinen Weingarten gelegen ‚zu allen winden‚, den er von Cilia Felden kaufte; die Hälfte seines Weingartens bei Limburg in dem Burggraben; – Siegel des Ausstellers und der Treuhänder außer Herrn Gottfried, ferner seines Herrn Gerlach, Herrn von Limburg; Heinrichs genannt von Velden, Plebans; der Ritter Petrus und Rüdiger genannt von Braunsberg (‚Bruonis-‚), Burgmannen; des Heinrich genannt Fulde, Johannes genannt Buppe, Hermann genannt von Humbach und Hartung genannt Schultheiß, Schöffen in Limburg.

Originaldatierung Actum et d. 1344, decima die mensis Maii

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 236a

14. März 1352

Johannes von Bonne (‚Buonna‘), Dekan des Stifts Limburg, teilt dem Erzbischof Baldewin von Trier mit, daß er einen Altar in der Kirche zu Limburg mit Zustimmung seines Kapitels zu Ehren der heiligsten (‚beatissime‘) und glorreichsten Jungfrau Maria, St. Johannes des Täufers und St. Erasmus des Märtyrers gegründet (‚de novo fundasse‘) und mit folgenden Gütern und Einkünften ausgestattet habe: […];
1 Morgen (‚jornale‘) Weingarten bei Limburg auf dem ‚Scheyde‘.
Die Verleihung des Altars soll dem Limburger Dekan zustehen. Er bittet den Erzbischof, den Altar mit allen vom Aussteller zugewiesenen Einkünften und Rechten kraft seiner Amtsgewalt als Ordinarius zu bestätigen.
– Es siegeln der Aussteller und auf seine Bitte die Kanoniker und Kapitulare mit dem Siegel des Stifts.

Originaldatierung D. 1352, quartadecima mensis Marcii

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 319

20. Dezember 1353

Nikolaus Wolframi von Limburg, Priester (’sacerdos‘) und ständiger Vikar am St. Georgenstift zu Limburg, Trierer Diözese, macht, gesund an Körper und Geist, da allen Sterblichen nichts gewisser als der Tod und nichts Ungewisser als die Stunde des Todes ist und daher es ratsam ist, diesem mit guten Werken zuvorzukommen, deren Eigenschaft uns allein von diesem Leben nachfolgt, zu seinem, seiner Wohltäter und Vorfahren Seelenheil sein Testament, indem er seine Seele unserm Herrn Jesus Christus und dessen allerseligster (‚beatissime‘) Mutter und allen Heiligen sowie dem heiligen Georg empfiehlt, in dessen Stift (‚ecclesia seu collegio‘) er begraben sein will (’sepeliri volo et ecclesiastice tradi sepulture‘). […].
Ferner vermacht er, damit sein Jahrgedächtnis feierlich mit Vigilien und dem Totenamt begangen wird, 6 Schilling Pfennig, von denen 3 Schilling am 11. November von den Weingärten des Marquard genannt ‚Ropinhober‘ und dessen Bruders Luczo fallen, jenseits der Lahn (‚ultra Logenam‘) beim Weingarten des Herrn Gobelo genannt Hirte, Priesters (’sacerdotis‘), gelegen, und die übrigen 3 Schilling, ebenfalls am 11. November fällig, im Dorf Staffel vom Weingarten des Reinhard von Schirlingen (‚Scher-‚). […].
– Siegel des Ausstellers und Herrn Kunos, Kanoniker und Plebans des Limburger Stifts.

Originaldatierung D. 1353, in vigilia beate Thome apostoli

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 333

14. Juni 1356

Dietrich von Frohndorf, Edelknecht, und sein Bruder Hertwin, Priester, bekennen, mit Dekan und Kapitel zu Limburg wegen ihres Anspruches an das Gut, das ihr + Oheim, Herr Heinrich von Velden (‚von dem Velde‘), Kanoniker und Pfarrer zu Limburg, hinterließ, gänzlich gesühnt und gesondert zu sein. Dem Stift soll ewig verbleiben: der Weingarten an der Mainzer Straße und der Garten vor der ‚Graporten‘ sowie auch alles jenes Gut, das mit der nachgelassenen Fahrhabe des vorgenannten Heinrich gekauft wurde. Dagegen sollen den Ausstellern und ihren Erben die Güter zu Velden, Hahnstätten (‚Hoinstaden‘) und Nassau gehören. Sie versprechen, gegen das Stift keine Ansprüche mehr wegen der erstgenannten Besitzungen zu erheben.
– Siegel des 1. Ausstellers und des Herrn Markolf von Hattstein, Ritters.

Originaldatierung Actum et d. feria tercia post festum penthecostes 1356

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 349

17. August 1359

Henne Sturinger, Bürger zu Limburg, und seine Frau Grete verkaufen dem Abt und Konvent des Klosters Marienstatt (Mergenstat) für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, den Morgen Weingarten (by dem Huogsteine), der vormals Hartung Obin gehörte, mit allem zugehörigem Recht. Sie haben das Gut mit Halm und Mund aufgetragen, wie zu Limburg rechtsüblich ist, und geloben, Währschaft zu leisten und nicht mit geistlichem oder weltlichem Gericht oder sonst dagegen zu handeln. Der Weingarten zinst jährlich zu Martini je 8 Pfennig Gülte Limburger Währung der Herrschaft von Limburg und in das (den) Stift zu Limburg. Gobel von Ballenberg, Knecht des vorgenannten Klosters, soll den Weingarten auf Lebenszeit haben.
– Siegler Siegel des Herrn Rule Bonthe und des Herrn Friedrich Ernest, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung: Actum et datum anno domini millesimo CCCo quinquagesimo nono, sabbato post festum assumpcionis gloriose virginis Marie

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 424 mit Digitalisat
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Digitalisat: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 74, Nr. U 424
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in Zeile 7.


31. Oktober 1359

Hermann genannt Zeuzheimer (‚Zuzhemmer‘), Sohn des + Hermann von Zeuzheim, weiland (‚bewilen‘) Bürger zu Limburg, verkauft Henne, Sohn des ‚Clas‘ auf dem Graben, + Bürger zu Limburg, und dessen Erben für eine Geldsumme, die dieser ihm bezahlt hat, 1 Mark Limburger Währung ewiger Gülte, die er mit Halm und Mund aufgetragen hat, wie zu Limburg und wo das Gut liegt, rechtsüblich ist. Er hat die Gülte angewiesen auf all sein Gut, geteilt und nicht geteilt, untersucht (‚besucht‘) und nicht untersucht, und auf alles Gut, das ihm ansterben wird, nämlich auf seinen Anteil an folgendem Gut: an 1 Morgen Weingarten, der vor der Brücke (‚zuo der brucken uoz‘) an dem Berge zwischen dem Weingarten der Herstulschen und dem Weingarten des ‚Heynzce‘ Honne liegt und 6 junge Heller zu Invokavit (‚uf den grosen sundag‘) zinst;
– Siegel des Henne von Nauheim (‚Nu-‚), Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1359, in vigilia omnium sanctorum

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 379

03. Dezember 1365

Henne Sturinger, Bürger. zu Limburg, und seine Frau Grete verkaufen dem Abt und Konvent des Klosters Marienstatt (sente Mergenstat) für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, ihren Weingarten zu Limburg (obenwendig deme huchsteine zusschen derselben herren wingarten und der Mentzen wingarten). Sie haben den Weingarten mit Halm und Mund aufgetragen, wie zu Limburg rechtsüblich ist, und geloben Währschaftsleistung, wie dort ebenfalls rechtsüblich ist. Sie wollen weder mit geistlichem noch weltlichem Gericht noch sonst dagegen handeln. Der Weingarten zinst 9 Pfennig Gülte der Herrschaft zu Limburg.
– Siegler Siegel des Herrn Henrich Wiiße und des Herrn Hermann von Humbach (Hun-), Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung: Actum et datum anno domini millesimo CCCo LXo quinto, in vigilia beate Barbare virginis

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 464
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in Zeile 8.


22. Januar 1366

Heynemann Munster, Bürger zu Limburg, und seine Frau Gele verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des Stifts zu Limburg zur allgemeinen Präsenz für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, 4 Schilling ewiger Pfenniggülte Limburger Währung, die sie mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben, von ihrem Weingarten, gelegen auf dem ‚Scheyde‚, über ‚Rosendelre‘. […] Der Weingarten zinst zuvor 1/2 Mark der ‚Rosendelresen‘ und mehr nicht.
– Siegel der Herren Friedrich Ernest und Johann von Nauheim, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung Actum et d. ipso die beati Vincencii martiris 1365 secundum stilum Treverensem

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 413

05. April 1367

Heinrich von Elz, Dekan zu Dietkirchen, bekundet, daß Herr Johann von Attendorn, Kanoniker und Kustos (‚custor‘) zu Dietkirchen, die 9 Malter Korngülte, die der Aussteller dem Kapitel des Stifts Dietkirchen wiederkäuflich auf den Hof zu Steeden verkauft hatte und die er, als er diesen Hof an den vorgenannten Kustos verkaufte, ablösen sollte, selber mit 100 Mark Limburger Währung abgelöst hat. Der Aussteller gelobt zugleich für seine Erben, dem Kustos, dessen Erben oder dem, den dieser zum Erben macht, die Korngülte jährlich zwischen dem 15. August und 8. September zu entrichten, und setzt dafür zu Unterpfand 1 1/2 Morgen Weingarten, die gelegen sind, wo die Gemarkungen (‚czienden‘) von Limburg und Dietkirchen sich scheiden, sowie sein Haus am Weiher zu Dietkirchen mit dem Land inner- und außerhalb des Zauns gemäß der Urkunde darüber. Er hat dem Kustos die Unterpfänder mit Halm und Mund aufgetragen vor den Nachbaren von Dietkirchen: Heinrich von Ahlbach; Siegfried, Rorichs Sohn; Apel von Offheim, Hartmut Bauer (‚Pauwer‘) von Dehrn und vielen anderen.
– Siegel des Ausstellers.

Originaldatierung D. 1367, in crastino judica

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 19, Nr. U 54

11. September 1368

Gutte von Holzhausen, Witwe des Gottfried (vor Hammerportten), Bürgers zu Limburg, bekundet, daß sie vor Wigand von Panrod (Pannenrodde), Henne Bopperde und Heinz Zapp, Bürgern zu Limburg, dem Hartmut Holtzschuer, Bürger zu Limburg, und dessen Frau Else mit Halm und Mund einen Satel Weingarten an der Mainzer (Mentzer) Straße zwischen den Weingärten des Wernhardt Schwartz und Kunz Binner gegeben und aufgetragen hat. Dafür sollen diese ihr die Leibesnahrung so gut, wie sie selber essen und trinken, auf Lebenszeit geben.
Siegler Siegel des Henne von Nauheim, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung Datum feria 2 post festum nativitatis b(eate) Marie gloriose virginis anno domini millesimo trecentesimo sexagesimo octavo

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 471a mit Digitalisat
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Den Hinweis auf die Lage des Weingartens finden Sie in Zeile 10.


26. November 1368

Heincze von ‚Anre‘, wohnhaft in der Neustadt, Bürger zu Limburg, und seine Frau ‚Ninke‘ verkaufen Herrn ‚Klais‘ Eschenauer, Bürger zu Limburg, für eine Geldsumme, die er ihnen bezahlt hat, 1 Mark ewiger Pfenniggülte Limburger Währung, die sie mit Halm und Mund, wie es zu Limburg rechtsüblich ist, aufgetragen haben und die dieser zu dem Altar des St. Nikolaus (‚Klais‘), des heiligen Bischofs, den er im Stift Limburg begründet hat, schenkte. Sie haben die Gülte angewiesen auf ihre Hälfte von 5 Sateln Weingarten und von 5 Sataln Acker, gelegen zwischen dem Weingarten der Imelerschen und dem des Fiedler jenseits der Lahn nach Dietkirchen zu. […].
– Siegel der Herren Henne Mulich und Heincze Honne, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung D. in crastino beate Katherine virginis 1368

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 439

21. Juni 1369

Hartmut von Wolfsbach (‚Woluis-‚) und seine Frau Elsa ‚Smeden‘ bekunden, daß sie vom Dekan, Kapitel und gesamten Stift zu Limburg einen Weingarten an der Mainzer Straße, der zur allgemeinen Präsenz gehört, auf 14 aufeinanderfolgende Jahre, beginnend mit diesem Herbst, empfangen haben. Sie verpflichten sich, den Weingarten, wie rechtsüblich, in gutem Bau zu halten, dort jährlich mit Wissen des Stiftskämmerers auf eigene Kosten 6 Fuder guten Mistes einzubringen und den halben Weinertrag abzuliefern. Bei Nichteinhaltung dieser Bedingungen darf das Stift den Weingarten wieder in Besitz nehmen.
– Siegel des Herrn Hermann von Humbach (‚Hun-‚), Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1369, ipso die Albani martiris

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 445

12. November 1370

Werner von Ackerbach und seine Frau Engel, Bürger zu Limburg, nehmen vom Dekan und Kapitel des Stifts zu Limburg den Weingarten jenseits der Lahn neben Herrn Heinrich ‚Ernestes‘ Weingarten für 7 aufeinanderfolgende Jahre in Pacht. Den Ertrag an Wein sollen sie oder ihre Erben mit den Legeln (‚lylen‘) im Weingarten teilen und dem Stift die Hälfte geben. Sie sollen den Weingarten, wie rechtsüblich, in gutem Bau halten. Nach Ablauf der 7 Jahre gehört er wieder dem Stift. Sie sollen jährlich 18 Fuder Mist einbringen. Bei Verstoß gegen diese Bestimmungen hat das Stift das Recht, den Weingarten sogleich wieder an sich zu nehmen ohne Entschädigung ihrer darauf verwandten Arbeit und Kosten. – Siegel des Herrn Johann Boppe, Schöffe zu Limburg. – Sie billigen die Überschrift des Wortes (‚dictionis‘) jar.

Originaldatierung D. feria tercia post festum beati Martini episcopi 1370

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 462

10. Mai 1371

Heintze Honne, Schöffe zu Limburg, und seine Frau Else verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des Stifts zu Limburg für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, zur allgemeinen Präsenz in den Chor des Stifts 1/2 Mark ewiger Pfenniggülte Limburger Währung, die sie mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben, von 1 Morgen Weingarten, den sie von des ‚Hanen‘ Erben kauften und der dem Stift schon 1/2 Mark zinst, am Lahnberge an dem 1/2 Morgen der Frau Berthe ‚Herstuoil‘ nächst Dietkirchen gelegen. Der Weingarten zinst im voraus 1 Pfennig der Herrschaft von Limburg und jene 1/2 Mark dem Stift und mehr nicht. Die Mark Gülte ist dem Präsenzenmeister des Stifts am 11. November zu entrichten. Sie und ihre Erben sollen gute Währschaft tun.
– Siegel des Ausstellers und des Henne von Nauheim, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. sabbato ante festum ascensionis domini 1371

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 467

20. April 1371

Grete, Tochter des + Rorich Meynhart, Bürgerin zu Limburg, macht, da nichts gewisser als der Tod und nichts ungewisser als die Zeit des Todes ist und es daher nützlich ist, das Heil der Seele zu bedenken und ihr Bestes vorzukehren, weil den Menschen nur deren Werke folgen, zu ihrem, ihrer Eltern, Altvordern und aller Verwandten (‚frunde‘) Seelenheil ihr Testament und bestellt ihr Seelgerät. […].
Herrn Gerlach, ihrem Oheim, dem Dominikaner (‚predeger‘), vermacht sie auf Lebenszeit ihren Weingarten jenseits der Lahn, der dessen Großmutter (‚annychen‘) gehörte. […]

Originaldatierung Im Jahre 1371, in der nuonden indixien, uff den zwentzigesten dag des mandes Apriles, pontificatus des allerheyligesten in Crist fader unde herren unser herren Gregorien, von gotlicher vursichticheit dez eylfften babisten, in syme ersten jare

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 466

10. März 1371

‚Clais Heubet‘, Bürger zu Limburg, und seine Frau Lucze verkaufen Herrn ‚Clasen‘ von Montabaur, Vikar im Stift zu Limburg, und dessen Erben für eine Geldsumme, die dieser ihnen bezahlt hat, 13 1/2 Pfennig Zinses Limburger Währung, der dem Aussteller von seinen Eltern angestorben und bei der Erbteilung an ihn gefallen ist, von dem Weingarten, der zu dem Altar desselben Vikars gehört. – Siegel des Herrn Hermann von Humbach (‚Hun-‚), Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1370, feria secunda post oculi secundum stilum Treverensem

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 465

01. Februar 1373

Der Priester Heinrich, Vikar des St. Georgenstifts in Limburg, Trierer Diözese, macht, seines Geistes mächtig, aber körperlich schwach (‚aliqualiter disparatus‘), sein Testament. […]
Seinem Bruder, Herrn Johannes, dem Priester, vermacht er auf Lebenszeit seinen Weingarten jenseits der Brücke und seinen Garten nebst 30 Pfennig weniger 2 Heller Gülte. […]

Originaldatierung Acta sunt hec iuxta stilum scribendi in diocesi Treverensi, indictione undecima, prima die mensis Februarii, pontificatus sandissimi in Christo patris ac domini nostri, domini Gregorii divina providencia pape undecimi anno tercio

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 480

04. November 1374

Friedrich Pletzsch, Vikar im Stift Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des Limburger Stifts zu einer allgemeinen Präsenz für eine Geldsumme, die diese ihm bezahlt haben, 8 Schilling Limburger Währung ewiger Gülte, die sie, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben, von seinem Haus auf dem Roßmarkt zu Limburg, das vorne auf den Weg stößt und dem Kloster Bleidenstadt (‚Blidenstaid‘) 1/2 Mark zinst, sowie von seiner Satel Weingarten, genannt Eichhorn, an der Schiede (‚an dem Scheide‘) zu Limburg gelegen, die dem Kloster Bleidenstadt 13 Pfennig zinst, und von einem Garten, der vor der Hammer Pforte (‚Hammesporten‘) bei Henne von Nauheim und beim Taubenhaus (‚duphus‘) des Herrn Johannes Wynchin, Kustos (‚costirs‘) im Limburger Stift, liegt und der Agnes Mentze 20 Pfennig zinst. […]
– Siegel des Johann von Nauheim, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1374, sabbato post omnium sanctorum

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 497

11. Juni 1374

Konrad Laurin, Vikar zu Dietkirchen, bekennt, dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des Stifts Limburg 80 kleine Gulden von schwerem Gewicht und gängiger Münze, deren jeder 18 Schilling alter Heller gilt, zu schulden, und verpflichtet sich, die Schuld jährlich mit 5 Gulden abzuzahlen und binnen 3 Wochen nach jedem Zahltag einen Bürgen für die nächstjährige Zahlung zu stellen. Würde er nicht rechtzeitig einen Bürgen benennen, so soll das Stift solange den Wein, der des Jahres in seinem Weingarten am Hamme wächst, zu Unterpfand haben.
– Siegel der Herren Rulmann, Dekans zu Dietkirchen, und Johann von Attendorn, Kustos (‚coster‘) ebenda.

Originaldatierung D. 1374, ipso die Barnabe apostoli

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 492

11. Mai 1375

Johannes von Lohrheim (‚Lar-‚), Kantor des St. Georgenstifts in Limburg, Trierer Diözese, macht, seines Geistes mächtig und körperlich gesund, wachsam, weil man nicht weiß, zu welcher Stunde der Herr kommt und Rechenschaft verlangt (‚racionem villicacionis mee exquirens‘), testamentsweise folgende Schenkung unter Lebenden. […]
Diese Gülte kommt so ein: […]  am 11. November […];
am gleichen Tag 3 1/2 Schilling von ‚Lemmerleppen‘ Haus und 8 Schilling und 1 Ohm Wein von einem Weingarten an dem Hamme von 1 1/2 Morgen, die jetzt von Konrad von ‚Anre‘ dem Älteren, ‚Foyt‘ von Holzhausen und Hartung genannt mit der Ziege bebaut werden; […]
Ferner schenkt er zu den allgemeinen Präsenzen des Limburger Stifts 1 Ohm Wein Limburger Maß vom besseren Wachstum des Frankenweins, der vom hunischen Wein klar geschieden ist (‚vini franci ab omni vino hunico pure segregati‘) von 5 Sateln Weingarten am Berg genannt an dem Hamme bei Limburg, auf der einen Seite neben dem Weingarten Herrn Friedrichs genannt ‚Pleichcz‘, Priesters, von denen jetzt Conzo von ‚Anre‘ 3 Satel, Werner genannt Hifenbuch, vordem Vogt (‚alias Voit‘) von Holzhausen, 1 Satel (‚unam sadulam‘) und Hartung genannt mit der Ziege 1 Satel bebauen. […]

Originaldatierung Acta sunt hec in claustro ecclesie Lympurgensis, 1375, indictione 13, 11. die mensis Maii, pontificatus sanctissimi in Christo patris ac domini nostri, domini Gregorii divina providencia pape XI. anno quinto

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 500

07. August 1387

Irmgart, Witwe des jungen Hermann von Humbach, Bürgerin zu Limburg, bekundet, daß Herr Heinrich Rode, Vikar im Stift Limburg, dem ihr + Mann und sie 116 Mark Pfennig guter Limburger Währung schuldeten, alle ihre Güter inner- und außerhalb von Limburg, die sie vermöge der darüber ausgestellten Urkunde für ihre Schuld verpfändet hatten, im Gericht vor Cone Schultheiß, Schultheiß zu Limburg, im Klagewege gewann. Ihre Verwandten (‚frund‘) haben nun mit ihm vereinbart, daß er allein um Gottes willen ihr alle Güter öffnete und vor dem Gericht in Limburg vor jenem Schultheiß zurückgab außer dem Weingarten genannt das ‚Steynenhus‘, mit allem Recht und Zubehör, jenseits der Lahn zwischen dem genannten Cune Schultheiß und Otto Knappe gelegen, mit dem er sich für die Schuldsumme begnügen will. […]
– Siegel des genannten Herrn Cune, Schultheiß zu Limburg.

Originaldatierung Actum et d. 1378, in crastino Syxti pape et martiris

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 510

08. März 1378

Heinrich von Neisen (‚Ne-‚), Priester, Kaplan am Altar des heiligen Apostels Thomas in der Kapelle über dem Beinhaus (’super ossario‘) an (‚annexa‘) der Kirche zu Limburg, Trierer Diözese, macht, […] zu seinem, seiner Eltern und Vorfahren Seelenheil sein Testament. […]
Er vermacht zu den allgemeinen Präsenzen des Limburger Stifts: […];
ferner seinen Weingarten jenseits der Lahn, dessen Weinertrag täglich in der Adventszeit (‚in adventu domini‘) ausgeteilt werden soll, und zwar jedem, der an der Memorie für ihn und seine Eltern an seinem Grabe, wie üblich, teilnimmt, 1 Quart und am 21. Dezember (‚in die sancti Thome apostoli‘) 2 Quart und sonst im Verhältnis so, daß der Wein bis zum 25. Dezember (‚ad festum nativitatis domini‘) ausreicht; ferner 3 Malter Korn Limburger Maß, fällig zwischen dem 15. August und 8. September, von seinem Weingarten an der ‚Huondiskirche‘ in Niederneisen (‚in inferiori Ne-‚), damit sein Gedächtnis und das seiner Eltern und Vorfahren im Stift mit Vigilien und dem Totenamt, wie herkömmlich, andächtig begangen wird. […]

Originaldatierung Acta sunt hec in stupa domus habitacionis mee, 1377 iuxta stilum Treverensem, indictione prima, de mense Marcii die octava, pontificatus sanctissimi in Christo patris ac domini nostri, domini Gregorii divina providencia pape undecimi anno octavo

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 509

07. Januar 1379

Damarus von Montabaur, Priester, Vikar im Limburg Stift, ändert sein Testament, dem diese Urkunde als Transfix angehängt ist. […] Zu den allgemeinen Präsenzen des St. Georgenstifts in Limburg vermacht er zusätzlich 5 Schilling und 6 Pfennig ewiger Gülte Limburger Währung, fällig am 24. August (‚in festo beati Bartholomei apostoli‘), von dem Weingarten und Haus des Wenechin jenseits der Brücke in der Neustadt (‚infra novam civitatem‘) auf der ‚Drabin‘ Höhe, damit im Stift das Gedächtnis (‚memoriam et anniversarium‘) seines Onkels, des Priesters Ernst von Montabaur, am 30. September (‚in crastino sancti Michahelis‘) mit dem Totenamt andächtig begangen wird. […].
– Siegel des Ausstellers.

Originaldatierung D. septima die mensis Januarii 1378 iuxta stilum Treverensem

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 491

08. November 1380

Johann Haller, Vikar im Stift Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel, den Vikaren und den Herren des St. Georgenstifts zu Limburg insgesamt zur Präsenz für eine ihm bezahlte Geldsumme 20 Schilling Pfennig weniger 4 Pfennig Limburger Währung ewiger Gülte, die er mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen hat. Davon fallen: 7 Schilling am 11. November von einem Weingarten, den Rucker ‚Swetzer‘ hat, außerhalb des neuen Grabens gegenüber (‚gen‘) dem Kalkofen, gegenüber Ymelers Weingarten; […]
– Siegel des Heinrich Wieße und Rulichen Honne, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung D. 1380, in octava omnium sanctorum

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 524

14. Januar 1381

Gunthard von Ehlen (‚Elhen‘), Kanoniker im Stift Limburg, verkauft der allgemeinen Präsenz des Stifts für 27 Gulden, die ihm bezahlt sind, 15 Schilling und 4 Pfennig ewiger Gülte Limburger Währung und zwar […] 9 Schilling und 4 Pfennig, fällig am 11. November, von einem Stück Weingarten, das Loczo Kessel besaß und jetzt Henne ‚Kroche‘ gehört, jenseits der Lahn bei des ‚Doybin‘ Weingarten. Beide Grundstücke zinsen sonst nichts. Er gelobt, Jahr und Tag gute Währschaft zu tun, wie es landesüblich ist.
– Siegel des Ausstellers und des Loczo Hunne, Schöffe zu Limburg und Kreuch (‚Kroche‘).

Originaldatierung D. 1380 iuxta stilum scribendi in diocesi Treverensi, crastino die octavarum epyphanie domini

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 527

18. März 1382

Hermann Tristram und seine Frau Meckele, Bürger zu Limburg, verkaufen Herrn Gerlach, ‚Hentzen Jaczels‘ Sohn, Kaplan des St. Michaelisaltars auf dem Beinhaus (‚kerentere‘) im Stift Limburg, für 10 Mark Limburger Währung, die ihnen bezahlt sind, 1 Malter Limburger Maß ewiger Korngülte, die sie mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben, von ihrem Weingarten und ihrem Hof nebst Scheuer zu Limburg, gelegen in dem Kalkofen neben ‚Hentzen Jaczelen‘, mit allen Rechten, Freiheiten und Gewohnheiten. […]
– Siegel des Lotze Honne, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1381 feria 3. post dominicam letare Jherusalem secundum stilum Treverensem

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 534

14. September 1384

Else, Witwe des Jakob Scherer, Bürgerin zu Limburg, macht, da nichts gewisser als der Tod und nichts ungewisser als die Stunde (‚ziit‘) des Todes ist, […], ihr Testament und bestellt ihr Seelgerät. Sie vermacht dem St. Georgenstift zu Limburg, Trierer Diözese, zur Präsenz ihr Stück Weingarten, das man auf 1 1/2 Morgen schätzt, an der Mainzer Straße zwischen den Weingärten der + Katharina ‚Doytschaiff‘ und der Klungeler mit allen zugehörigen Rechten, Freiheiten und Gewohnheiten. Sie hat den Weingarten mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen. […]
– Siegel des Helwig von Holzhausen, Schöffe zu Limburg. – In der 7. Indiktion, am 14. September, um die 6. Stunde (‚ziit‘), im 7. Jahr Papst Urbans VI. – Thilemann Ehlen von Wolfhagen, Kleriker Mainzer Diözese, wohnhaft zu Limburg, Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit, Niederschrift und die Beifügung seines Zeichens. Datierung Limburg, 1384 September 14 Originaldatierung Geschen 1384, in der nuowen tristkamern des stifftez zuo Limpuorg vurgenant

Quelle: Archinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 546

02. JULI 1387

Johannes von Attendorn, Kanoniker und Thesaurar des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen, Trierer Diözese, macht – da den Sterblichen nichts sicherer als der Tod und nichts unsicherer als dessen Stunde ist und es sich daher empfiehlt, dem mit guten Werken zuvorzukommen, deren Eigenschaft allein dem Menschen nachfolgt – zu seinem Seelenheil und dem seiner Wohltäter, Vorfahren und aller Gläubigen sein Testament. […]

Zur Unterhaltung von zwei Priestern bewidmet er sie mit folgenden, von ihm gekauften Gütern: […]
9 Malter Korngülte, fällig zwischen dem 15. August und 8. September, von den Weingärten des Herrn Heinrich von Elz, Dekans des Stifts Dietkirchen, von 1 1/2 Morgen (‚pro uno iugere et dimidio‘) dort, wo die Weingärten (‚vineta‘) des Limburger Berges von denen des Berges zu Dietkirchen geschieden werden, […]
Er vermacht zu den Lichten der Vigilien 3 Malter ewiger Korngülte, die Apelo genannt ‚Doytschayff‘ von Limburg und dessen Erben von 1 Morgen (‚iugere‘) Weingarten an der Mainzer Straße über den Weingärten des Sleynchard und von 16 Morgen (‚iugeribus‘) Acker gibt, […]
Zu der Ewigen Lampe in der Dreifaltigkeitskapelle vermacht er 6 1/2 Äcker pflügbares Land in drei Stücken, wovon eins in der Gemarkung (‚in decima‘) von Limburg über den Weingärten nach Dietkirchen unter Johann genannt Mulich liegt, gegen 6 Äcker des Limburger Hospitals grenzt und 5 Morgen weniger 1 Sadel mißt und die beiden übrigen Stücke, zusammen 7 Sadel, in der Gemarkung von Dietkirchen über dem Berge ‚Burgheym‘ liegen: ein Stück, genannt der Mergel, unter dem Acker des Henczo genannt Stollin und das andere etwas oberhalb bei dem vorgenannten Henczo; […]

– Siegel des Ausstellers und des Herrn Johannes Wynechin, Kantors des Stifts Limburg. 
– Vor Heinrich von Dieblich (‚Deuelych‘), Kanoniker, Ludwig von Limburg, Glöckner zu Dietkirchen, Heinrich genannt Vosseken von Attendorn, einem Verwandten (‚cognato‘) des Ausstellers, Klerikern. 
– Konrad, Pleban der Pfarrkirche zu Montabaur, Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bezeugt seine Anwesenheit und die Niederschrift, die er wegen eigener Geschäfte durch einen andern vornehmen ließ, auf Veranlassung des Testators durch Unterschrift und sein Zeichen.

Originaldatierung:
Acta sunt hec 1387, indictione decima, die Martis mensis Julii secunda, hora primarum vel circa in camera dormitoriali habitacionis mee in Deytkirchen

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 19, Nr. U 79a
auch: Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 141

28. September 1387

‚Dyle Zindolff‘ und seine Frau Else, Bürger zu Limburg, bekennen, daß sie von dem Weingarten mit seinem Vorhaupt (‚vurhobede‘) zu Limburg in dem ‚Hammen‘ am roten Berg gelegen, den sie von Werner Koch und ‚Uden‘, dessen Schwester, Kindern des + Hentze Koch, und von Richwin von den Erlen, der vorgenannten ‚Uden‘ Mann, nach Ausweis der Urkunden, die die Aussteller darüber haben, gekauft haben, dem Kaplan des Altars von St. Simon und Judas auf der neuen Kapelle im Stift Limburg 3 Malter Korngülte Limburger Maß auf eigene Kosten und Gefahr in sein Haus in Limburg zu liefern haben. Bei Leistungsverzug kann der Kaplan dem Schultheißen zu Limburg 7 Pfennig geben, und dieser kann den Rückstand, als ob er ausgeklagt ist, an dem Weingarten pfänden.
– Siegel des Heinrich Wiße und Hermann Boppe, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung D. et actum 1387, in vigilia beati Michaelis archangeli

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 557

07. Mai 1388

Rollegin Honne, Schöffe zu Limburg, bekundet sein Einverständnis, daß aus den Unterpfändern, die ihm Conze genannt Elseßer gab wegen der Gülte, die der Aussteller auf Rubers Weingarten hat, eine Sadel Weingarten (by der kuottin gen dem huckstenne), die dem + Henne von Neisen (Nessin) gehörte, ausgenommen ist. Der Aussteller und seine Erben sollen daran kein Recht mehr haben, da ihm an dessen Stelle anderes Unterpfand gesetzt ist.

Originaldatierung Anno domini M CCCo LXXXVIIIo, feria quinta post Walpurgis

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 546 mit Digitalisat
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in Zeile 4.


02. Juni 1388

Originaldatierung Actum et datum anno domini Mo CCCo LXXX octavo, in crastino sancti Symeonis confessorisJohann Honne, Vikar im Stift Limburg, verkauft Jakob von Rübenach (Re-) und dessen Frau Else für eine Geldsumme, die diese ihm bezahlt haben, 4 Schilling Pfennig weniger 2 Pfennig Limburger Währung jährliche Gülte. Er weist die Gülte an auf einen Weingarten (geen deme huochsteyne) zwischen Heinczegin Honne und Arnold (in deme Eselsfuoße). Der Weingarten war Besitz des + Henne von Neisen (Ne-) und gehört in die Vogtei zu Kreuch. Jene Eheleute sollen dem Aussteller davon jährlich zu Martini einen Pfennig als Grundzins geben. Er gelobt Währschaft auf Jahr und Tag und hat den Weingarten mit Halm und Mund vor Schultheiß und Schöffen zu Kreuch aufgetragen.
– Siegel des (Rolgin) Honne, Schöffe zu Limburg und Kreuch, Neffen des Ausstellers.

Originaldatierung Actum et datum anno domini Mo CCCo LXXX octavo, in crastino sancti Symeonis confessoris

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 547 mit Digitalisat
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in Zeile 7.


25. November 1476

Peter Schneider (Snyder), wohnhaft zu Immendorf (Imendorff), und seine Frau Else aus Limburg verkaufen dem Eberbacher Hof zu Limburg einen Weinberg am Hamm für 12 Gulden.
– Siegler Johann Bornleyder von Montabaur, Pfarrer zu Arenberg

Originaldatierung 1476 ipso die beate Katherine virginis et martiris

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 22, Nr. U 1694 mit Digitalisat
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in Zeile 4.

Dabei eröffnet das Dokument auch, dass der Wingert „Omhi Wingert“ genannt wird.


31. Januar 1389

Heinrich Wustener, Schöffe zu Limburg, und seine Frau Katherina verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des St. Georgenstifts zu Limburg zur Präsenz für 24 Mark Limburger Währung, die diese ihnen bezahlt haben, 2 Malter ewiger Korngülte. Sie geloben, diese Gülte […] zu liefern, und setzen als Unterpfand: 1 Stück Weingarten, das zuvor je 6 Pfennig der Herrschaft von Limburg und dem St. Erasmusaltar, den jetzt Herr Johann Hartliep hat, und mehr nicht zinst, auf dem ‚Scheide‚ über dem Weingarten des Henne von Nauheim und am Satelchen (’sedelchin‘) des Herrn Peter Breidenbecher gelegen; 1 Satel, die im voraus Helwig von Holzhausen 8 Pfennig und mehr nicht zinst, in dem ‚Hamme‘ bei ‚Meckeln‘ Weingarten auf dem Graben gelegen, sowie ihr Haus und Anwesen (‚geseße‘), das ehemals Hermann Blintze bewohnte, Eigen ist und nur diese Korngülte gibt.
– Siegel des Ausstellers und des Otte Knappe, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1388 iuxta stilum Treverensem, dominica ante diem purificacionis beate Marie virginis

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 562

06. November 1389

Heinrich Elppin, Bürger zu Limburg, und seine Frau Katherine verkaufen Frau Gute Bolenderschen, Bürgerin zu Limburg, und deren Erben für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt hat, ihren Weingarten zwischen Grete zu Schöneck und ‚Ensil‘ zu der Blume. […].
– Siegel des ‚Rulichen‘ Honne, Schöffe zu Limburg und Kreuch.

Originaldatierung D. 1389, sabbato post festum omnium sanctorum

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 567

13. März 1390

Heinrich Alpart, Bürger zu Limburg bekundet, dass das Minoritenkloster daselbst ihm gestattet habe, vier verschiedene Renten von Gärten bei Limburg zu einer Zeit zusammen abzutragen, wofür er einen Weingarten beim Galgenberge verpfändet.

Originaldatierung Datum 1390 in crastino b. Gregorii sape sec. stil. Trev.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 41, Nr. U 7

01. September 1391

Im Jahre 1391, […] macht Heinrich genannt Rode, Vikar der 2. Messe am Altar der glorreichen Jungfrau Maria im St. Georgenstift zu Limburg, vor Notar und Zeugen, die unten genannt sind, sein Testament. […].
Ferner vermacht er jenem Johannes Kirchling auf Lebenszeit seine Güter in Velden (‚Vele‘) und seinen Weingarten in dem ‚Hammen‘ an dem ‚Gyrsnacken‘, die nach dessen Tod der Vikarei der 2. Messe jenes Marienaltars zufallen sollen. Zu den allgemeinen Präsenzen und Chorausteilungen des Limburger Stifts vermacht er: seinen Weingarten genannt ‚der Steynenhuß‘ jenseits der Brücke. Dessen Herbstertrag soll verkauft und der Erlös daraus den 2 Mark Gülte aus seiner Kurie und aus den nachfolgenden Gütern hinzugefügt werden. […]

Originaldatierung Acta et gesta sunt hec anno, indictione, pontificatu, die, mense, hora quibus superius

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 570

18. September 1392

Johann Hartlieb von Nauheim, Vikar im Stift Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zur Präsenz für eine Geldsumme, die diese ihm bezahlt haben, 4 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß, die er mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen hat, und die er auf folgende Güter, die er zu Unterpfand setzt, anweist: auf 1 Stück Weingarten, […], an dem Hamme zwischen den Weingärten des Henne Lyne und des Dile Pletsch gelegen; auf 1 Stück Weingarten, […], zwischen dem Spital und dem Berg der Stiftsherren (‚der herren‘); […]. Er verspricht, die Gülte jährlich zwischen dem 15. August und 8. September dürr und gut nach Limburg auf das vom Stift oder dessen Präsenzmeister angewiesene Haus auf eigene Kosten und Gefahr zu liefern. […].
– Siegel des Heinrich ‚Wieße‘ und Cune Schultheiß, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung D. 1392, feria quarta post festum exaltacionis sancte crucis

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 580

09. Januar 1393

Gobel genannt Wise, Bürger zu Limburg, und seine Frau Hebel verkaufen Henne Blume und dessen Frau Lise, Bürger zu Limburg, für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Schilling Pfenniggülte Limburger Währung aus einem halben Morgen Weingarten (uff deme grabin off den koclgobin) zwischen Demut von (Anre) und Eberhard Dapperger. […].
-Siegel des Rullichen Honne, Schöffe zu Limburg und Kreuch.

Originaldatierung: Datum anno domini M CCC LXXXX secundo secundum stilum Treverensem, feria quinta post vestum (!) epiphanie domini

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 557
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Den Hinweis auf den Weingarten finden Sie in der Mitte der Zeile 10.


18. November 1394

Die Witwe Ele Hammer verkauft einen Weingarten in der Neustadt jenseits der Lahn, neben dem Weingarten des Stadtschreibers Thilemann gelegen, der von dem verstorbenen Kanonikus Gunthard an sie gekommen ist, an eben diesen Thilemann und dessen Frau Grete für eine nicht benannte Summe.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 115, Nr. U 139

Die Zuordnung zu Limburg dürfen wir aus der Formalbeshreibung des HHStAW herleiten, wonach das niedergelegte Dokument als ‚Abschrift von 1877 nach dem Original des Stadtarchivs zu Limburg, das von Stadtschreiber Thilemann Ehlen geschrieben ist‘.


18. April 1395

Hartmod Holczschuer von Villmar (Vel-) und seine Frau Else, Bürger zu Limburg, bekunden, daß sie Jakob von Rübenach (Rybennach) und dessen Frau Else, Bürger zu Limburg, für eine ihnen bezahlte Geldsumme ihre Sadel Weingarten an der Mainzer (Mentzer) Straße zwischen dem Weingarten des Werner Swartz und Kurtzenburne laut der Urkunde, die sie darüber haben und den Käufern zugestellt haben, verkauft und mit Halm und Mund, wie in Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben. Sie geloben Währschaftsleistung auf Jahr und Tag, wie zu Limburg rechtsüblich.
Siegel des Hermann Boppe, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung Datum anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo quinto, in octava solempnis pasche

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 565
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Digitalisat: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 565

13. Juli 1398

Heinemann Klungeler Bürger zu Limburg und seine Kinder verkaufen ihren Weingarten an der Mainzer Straße an Junker Werner in dem Hofe und Friederun seine Frau und seinem Vetter Henne in dem Hofe.
Siegler: Hermann Boppe und Rulchen zu Schöneck, Schöffen zu Limburg.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 115, Nr. U 145

23. Februar 1400

Johann ‚Huonno‘, Vikar im St. Georgenstift zu Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zur Präsenz für 30 schwere Gulden von gutem Gold, die diese ihm bezahlt haben, 17 1/2 Schilling ewigen Grundzinses, die er mit Halm und Mund, wie es in den Gerichten, wo die Güter liegen, rechtsüblich ist, aufgetragen hat, nämlich: […]
4 1/2 Schilling, fällig zu Weihnachten, von einem Weingarten, den Hartmann von Tiefenbach (‚Dyff-‚), Eidam der Wyrichschen, innehat, jenseits der Lahn ‚under dem Wacker‘ neben Wynrich, dem Eidam des Heincze von ‚Anre‘, gelegen; […] und 1/2 Huhn, fällig am 11. November, von einem Weingarten, den der vorgenannte Hartmann inne hat, jenseits der Lahn zwischen Henne von Kreuch und Contze Mechtolt; […] und 1/2 Huhn am 11. November von einem Weingarten, den Contze Mechtolt innehat und der ein abgeteiltes Stück (‚eyn gedeylcz‘) des oben genannten Weingartens ist, den Hartmann bebaut, neben Dyle Sester von Kreuch. […]
– Siegel des Ausstellers sowie des ‚Rulchin‘ Hunne des Alten und ‚Rulchin‘ zu Schönecke, Schöffen zu Limburg und Kreuch, die bekunden, daß jener Garten zu Kreuch, den Hermann Maxeyne inne hat, kein Hofgut ist und niemals zu Hofgut gehört hat, wie ihnen auch von den ältesten Schöffen überliefert ist.

Originaldatierung: D. 1399 secundum stilum curie Treverensis, in crastino beati Petri ad cathedra

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 615

01. Dezember 1402

Die Meisterin des Klosters Beselich Gertrud von Weilburg bekundet einen Vergleich mit dem Vikar Thilmann von Hadamar zu Limburg, in dem sie auf einen Weingarten zwischen Limburg und Dietkirchen, neben dem des Dechanten Rulemann von Dietkirchen gelegen, gegen 14 Schilling Rente von einem Haus zu Limburg verzichtet.

Originaldatierung: Datum 1402 in crastione S. Andrea apostoli

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 13, Nr. U 44

Derzeit konnte noch nicht ermittelt werden, welcher Gemarkung der Weingarten letztlich zuzuordnen ist. Daher wird auf dieses Dokument in Limburg und Dietkirchen verwiesen.


29. März 1404

Heinrich Foldechin, Vikar des St. Georgenstifts in Limburg, macht, da allen Sterblichen nichts gewisser als der Tod und nichts ungewisser als die Stunde des Todes ist und es sich daher empfiehlt (‚expedit‘), dem mit guten Werken, deren Eigenschaft uns allein aus diesem Leben nachfolgt, zuvorzukommen, zu seinem Seelenheil und dem seiner Eltern, Vorfahren und Wohltäter sein Testament, damit nicht nach seinem Tode über die Güter, die Gott ihm verliehen und zugestanden hat, Streit entsteht. Seine Seele empfiehlt er dem allmächtigen Gott, der Jungfrau Maria und allen Heiligen, insbesondere auch dem Märtyrer St. Georg. Zuerst sollen seine Schulden bezahlt werden.
Der Präsenz des St. Georgenstifts vermacht er […].
Ferner vermacht er: […] dem Hospital der armen Kranken in Limburg 1/2 Ohm gewöhnlichen Weins von dem Weingarten des + Obenrodder an dem Hamme, von dem jedem bettlägerig Kranken, solange der Wein reicht, täglich 1/2 Quart gereicht werden soll, […].
– Siegel des Ausstellers und des Thilmann von Attendorn und Johannes Honne zugleich für die beiden andern Testamentare. – Im Wohnhaus des Testators, in der Stadt (‚opido‘) Limburg, Trierer Diözese, vor Johannes von Kemel (‚-myl‘) und Gerhard von Bubenheim, Klerikern Trierer Diözese – Heilmann genannt ‚Grails‘ von Driedorf, verheirateter Kleriker Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bekundet seine Anwesenheit, die Niederschrift und die Beifügung seines Zeichens.

Originaldatierung: Actum et d., 1403 secundum stilum scribendi in diocesi Treverensi, indiccione duodecima, pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri, domini Bonifacii divina providencia pape noni anno quintodecimo, vicesima nona die mensis Marcii, hora vesperarum vel quasi

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 643

01. Mai 1404

Henne von Katzenelnbogen, Cuntze ‚Buodenbenderß‘ Eidam, Bürger zu Limburg, und seine Frau Katherine verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des St. Georgenstifts zu Limburg zur Präsenz für 12 Mark guten Geldes Limburger Währung, die ihnen bezahlt sind, 8 Schilling Pfennig ewiger Gülte, fällig am Kirchweihtag der vorgenannten St. Georgenkirche, die sie mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben, von 2 Stücken Weingarten jenseits der Lahn zwischen den ‚Probenstreng(en)‘ und dem Weingarten des Otte Knappe gelegen, die niemandem sonst als der Herrschaft von Limburg 6 Pfennig zinsen. […].
– Siegel des Heinrich Zappe und ‚Rulichin‘ zu Schönecke, Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung D. ipso die beatorum Phylippi et Jacobi apostolorum 1404

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 646

24. November 1405

Henne Ernst, Bürger zu Limburg, und seine Frau Gute verkaufen der Präsenz des St. Georgenstifts zu Limburg für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt hat, die 18 Pfennig Gülte, welche die Präsenz ihnen jährlich von dem Weingarten jenseits der Lahn entrichtete, der vorzeiten Herrn Heinrich von Neisen (‚Neesen‘) gehörte, zwischen Herrn Erwin und ‚Clais‘ Rospecher gelegen. Sie haben die Gülte mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen.
– Siegel des Wigant Hildebolt, Schultheiß zu Limburg.

Originaldatierung D. 1405, in vigilia beate Katherine

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 658

25. Februar 1405

Heinrich von Nauheim (‚Nuheym‘), Kanoniker des St. Georgenstifts zu Limburg, bekundet, daß Dekan, Kapitel und die Vikare desselben Stifts für die Präsenz ihm und Grete ‚Wanereiz‘ auf Lebenszeit den Weingarten genannt der Nesener, jenseits der Brücke neben dem Weingarten des ‚Clais‘ Roßbecher mit allem Recht und Zubehör gegen 1 Gulden ewiger Gülte Limburger Währung, fällig am 11. November, verkauft haben. Er weist diese Gülte an auf seinen Weingarten genannt der Kellner, der ebenfalls jenseits der Brücke am Dietkirchener Berge zwischen den Weingärten des Rulemann von Bubenheim und des Rorich Schultheiß liegt und Henne von Elz (‚Else‘) gehörte, und setzt diesen Weingarten zu Unterpfand. […].
– Siegel des Henne von Nauheim, Bruders des Ausstellers, und Rorich Schultheiß, Schöffen zu Limburg.
– Ferner wurde vereinbart, daß die Präsenz die Gülten und den Grundzins zu entrichten hat, die der Weingarten genannt der Nesener jährlich gibt.

Originaldatierung: D. 1404, in crastino beati Mathie apostoli secundum stilum Treverensem

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 649

26. März 1405

Heinze Schonenburner zu Limburg, ein Knecht zu Erbach, verkauft an Jacob von Rebenach zu Limburg 2 halbe Morgen Acker, der eine in der Aue bei dem Erbacher Weingarten, der andere am Berge gelegen.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 115, Nr. U 156

22. Dezember 1406

Siegfried, Sohn des Gerhard Konredin von Lauremburg, pachtet vom Minoritenkonvent zu Limburg einen Weingarten für 16 Turnosen.

Originaldatierung: Datum 1406 in crastino beatus Thome api

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 41, Nr. U 10

26. März 1408

Der Schöffe Otto Knappe zu Limburg vermacht dem Minoritenkloster eine Rente von 4 Heller von einem Weingarten am heiligen Berge.

Originaldatierung Datum 1408 in crastino annunc. Mar. virg.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 41, Nr. U 11

25. Juni 1409

Gerlach Berker, Bürger zu Limburg, verkauft dem Minoritenkloster daselbst eine Rente von 26 Pfund Heller von einem Weingarten an der Mainzer Straße.

Originaldatierung Datum 1409 in crastino Nativ beatus Johannis Baptiste

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 41, Nr. U 12

26. Juli 1414

Nyngel zum Esilsfuße, Bürgerin zu Limburg, bekundet, daß sie mit Zustimmung ihres Sohns, Bruder Anselms, Guardians bei den Barfüßern zu Limburg, Henne Diederiche und dessen Frau Mene, Bürger zu Limburg, für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Schilling Pfennig Gülte von ihrem Weingarten (off der Waßirstoben) nächst der Hecke (und(e) stoßit off den weg), verkauft und mit Halm und Mund, wie im Kreucher Gericht und im Hofe daselbst rechtsüblich, aufgetragen hat. […].
– Siegler Siegel des Henne Bern, Schöffe zu Limburg und im Hof zu Kreuch.

Originaldatierung: Datum anno domini millesimo quadringentesimo quartodecimo, in crastino beati Jacobi apostoli

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 644
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Digitalisat: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 644

10. August 1417

Henne von Merenberg, Bürger zu Limburg, bekennt zugleich für seine Erben, von Herrn Dylmann von Hadamar, Kanoniker im St. Georgenstift zu Limburg, den Weingarten, der vorzeiten ‚Hennen Zygenbergersen‘ gehörte, unterhalb des ‚Huycksteynß‘ am Stück des Gobel bei den Brotschirnen, mit allem Recht und Zubehör gegen 9 Tournosen Gülte Limburger Währung, fällig am 11. November, zu Erbrecht erhalten zu haben. […].
– Siegel des Otto Eschenauer, Schöffe zu Limburg, und Dylmann Gyle, Schöffe zu Kreuch.

Originaldatierung: D. 1417, ipso die beati Laurencii martiris

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 694

02. Juli 1418

Rulichin‘ zu Schönecke, Schöffe zu Limburg, und seine Frau ‚Elsechin‘ verkaufen Herrn Heinrich Schyeßer, Kanoniker im St. Georgenstift zu Limburg, oder dem Inhaber dieser Urkunde für eine Geldsumme, die dieser ihnen bezahlt hat, 15 Tournosen Gülte Limburger Währung, die sie mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen haben. Sie sollen die Gülte jährlich am 11. November in sein Haus zu Limburg frei von Rechten anderer entrichten und weisen sie an auf ihren Weingarten bei Limburg jenseits der Brücke, nämlich auf 3 Satel zwischen Cunemann ‚uff der Schuppin‘ und Dyle ‚Waschebluwel‘ sowie auf 1/2 Morgen Weingarten gelegen an den ‚Uden‘ und an Cune Engländers Landstück, das jetzt ‚Rychil‘ Hune besitzt. […].
– Siegel des Ausstellers und des Klaus Roßbach, Schöffe zu Limburg.

Originaldatierung D. 1418, ipso die beatissime Marie scilicet visitacionis

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 698

23. März 1418

Gerlach Schultheiß, Kanoniker im St. Georgenstift zu Limburg, und ‚Clais‘ Schultheiß, Vikar daselbst, Gebrüder, sowie Ditmar von Duckenbach (‚Do-‚), ihr Schwager, und dessen Frau Grete, Schwester der vorgenannten Gebrüder, bekunden, daß ‚Conchin‘, Schöffe zu Limburg, und dessen Frau Gertrud, Eltern des Cune und Henne Schultheiß, 10 Mark Gülte zu dem Altar der heiligen Jungfrau Agathe im Limburger Stift vermacht haben[…].
Die Aussteller weisen jetzt mit Wissen und Willen des Dekans und Kapitels zu Limburg die 10 Mark laut der Urkunde, die das Stift von ihren Eltern darüber hatte, auf andere Gülten an, nämlich: 5 Schilling Pfennig, fällig am 25. Dezember (‚off den Cristdag‘), von dem 1/2 Morgen Weingarten des Heintze Eckart, am obersten Weg gen dem ‚Hugsteyne‘ bei Herrn Heinrich ‚Bollendir‘ gelegen; […]
3 Schilling Grundzins am gleichen Tag vom Weingarten des Heinrich Gottschalk, jenseits der Brücke unter Henne Gänsebein gelegen. Der vorgenannte St. Agathenaltar hat außerdem folgende Güter und Gülten: 1/2 Morgen Weingarten am Hamm, über dem Land des Klosters Eberbach (‚off dem Erbechir‘) gelegen und der Herrschaft von Limburg 2 Pfennig und nicht mehr zinsend; […].
– Es siegeln die Aussteller Gerlach und ‚Clais‘ Schultheiß und Ditmar von Duckenbach sowie Dekan und Kapitel zu Limburg mit dem Siegel des Stifts ad causas (‚dez wir uns gebruchen zu unsern sachen‘) zum Zeichen, daß diese Gültanweisung zum Nutzen jenes Altars mit ihrem Wissen und Willen geschah, dazu Otto Eschenauer und Crafft von Cleeberg, beides Schöffen zu Limburg.

Originaldatierung: D. 1417 secundum stilum Treverensem, dez mitwochens nach dem palmedage

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 696

08. Januar 1419

‚Loczgin‘ Honne, des + Heyncz Honnen Sohn, und seine Frau ‚Barbe‘ sowie ‚Loczgin‘ von Humbach und Henne Ernst, Bürger zu Limburg, verkaufen Herrn Heinrich Bolender für eine Geldsumme, die er ihnen bezahlt hat, 1 Engl. ewiger Gülte, die sie bisher von dessen Weingarten, den man den ‚Elpin‘ nennt, jenseits der Lahn zwischen Emmerich Rospecher dem Jungen und ‚Nyngeln‘ zum Eselsfuß zu beziehen hatten.
– Siegel des ‚Clais‘ Rospecher, Schöffe zu Limburg, für ‚Loczgin‘ Honne und dessen Frau, die kein Siegel haben, und des ‚Loczgin‘ von Humbach.

Originaldatierung: D. 1418 secundum stilum Treverensem, dominica infra octavam epiphanie domini

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 40, Nr. U 700

02. Januar 1419

Locze von Humbach (Hom-) und Henne Ernst, Bürger zu Limburg, bekunden in Vormundschaft (monperschafft) von Grete, Tochter des + Heintze Honne, genannt (der doube), Bürgers zu Limburg, daß sie einen Schilling Pfennig jährlich Grundzins, den Henne Kyl, Bürger zu Limburg, und dessen Frau Meckeline bisher aus einem Weingarten (henssit der Loyne ober Diekircher wege) zwischen den Weingärten des Rucker Lupe und Heintzgin Agnesen gegeben haben, diesen Eheleuten für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, verkauft haben. Sie geloben Währschaft auf Jahr und Tag und wollen weder mit geistlichen oder weltlichen Worten noch Werken dagegen handeln. Siegler Siegel des Otto Eschener, Schöffe zu Limburg, der bekundet, daß er eine unverletzte und besiegelte Urkunde der Stadt Windecken (Wonecke) gesehen und gehört hat, worin den Ausstellern jene Vormundschaft verschrieben ist.

Originaldatierung Datum anno domini Mo CCCCo XVIIIo, in crastino circumcisionis domini secundum stilum Treverensem

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 74, Nr. U 657 mit Digitalisat

26. Mai 1421

Heinrich von Emse, Bürger zu Limburg, und seine Frau Else verkaufen dem Kloster Eberbach einen halben Morgen Weingarten am Hamm an dem Kronenberg bei Limburg.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 22, Nr. U 1412 mit Digitalisat

04. Februar 1423

Johann im Hof (ymme Hoeffe), Sohn des + Wernher, bekennt, vom Erzbischof Otto von Trier folgende Lehen, die sein Vater und dessen + Bruder Johann zu Mann- und Burglehen der Feste Limburg inne hatten, erhalten zu haben: seinen Hof auf dem Roßmarkt (vosmarte) und einen ‚auf dem Berge‘ zu Limburg (Lympurg); einen Garten bei ‚Gryffen bürne‘; 1 Wiese unter dem ‚Galgenberge‘ vor Limburg und Äcker zwischen dieser und der Gemeinweide (meynweide); einige Morgen Weingarten an der ‚Mainzerstraße‘; am ‚kalderße‘ Driescher, Weingärten und Äcker, davon Zins und Zehnten; Gülte von ungefähr 1 Hufe zu Netzbach; etwa 2 Malter Korngülte zu Elz (Elße).
Siegler: für den Aussteller, der des Siegels entbehrt, Wilhelm von Staffel und Engelbrecht Süß von Montabaur.

Originaldatierung: 1422 iuxta stilum scribendi in dioc. Trever. 4. die mens. Febr.

Quelle: Arcinsys / HHStAW, Bestand 121, Nr. U im Hof 1423 Februar 4

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