Tradition in steilsten Lagen

Die mit Unter dem Mühlenpfad bezeichnete Lage eines Weinbergs bei Weinähr wird im Jahr 1349 als under dem Mühlenphade erwähnt.

ERSTER URKUNDLICHER NACHWEIS

23. Juli 1349

Ich Herman genant Loc von Nassowe und ich Hadewig sin eliche husfrowe wyr erkennen uns uffenlich an dysem brlbe daß wyr verkauft han und verkeufen recht und redelich den geistlichen luden, hern Wilhelm dem apte und dem convente zu Arinsteyn zwene wingarten an Anre berge, dy gelegen sint under dem Mülenphade, yner neben an yren wingarten, der da heißet der rode, und der ander unden darane umb vunfzich marc penninge Nassower werunge, …

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn,
Erste 5 Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883. Nr. 125, S. 118.

Weitere Erwähnungen

05. April 1350

Am 05. April 1350 wird unter anderem ein Stück Weingarten an seiner Lage verkauft.

Herteln an der Mittelgazzen zu Weinähr bekennt dass er dem Abte Wilhelm und dem Kl. Arnstein um 18 Mark drei Stück Weingarten daselbst, von denen das eine liegt in der Amelbach an dem dürren Berge, das andere unter dem Mühlenpfad an dem Graben und das dritte auf dem Mühlenpfad und stosst an die Schleuse, verkauft hat.
Siegler: Johann, Pfarrer zu Winden
D. a. d. 1350 feria secunda post dominicam Quasimodo geniti

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn,
Erste 5 Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883. Nr. 132, S. 122.

auch:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, Nr. U 107, 1350

Lokalisierung

Eine Lokalisierung dieser Lage kann trotz der in dem Dokument verwendeten Präzisierung der Lage unter dem Mühlenpfad an dem Graben bisher nicht nachvollzogen werden.


Einzelheiten zu den weiteren erwähnten Weingärten, namentlich der rode,  in der Amelbach an dem dürren Berge und auf dem Mühlenpfad an der Schleusefinden Sie über die jeweilige Verlinkung dieser Lagebezeichnungen.

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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.

Langenscheider Klamm

Dieser ehemalige Weinberg an der Langenscheider Klamm befindet sich im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau in der Gemarkung Langenscheid am Südhang eines beginnenden Taleinschnitts.