Tradition in steilsten Lagen

Während bei der Ersterwähnung von Weinbau um die Laurenburg aus dem Jahr 1275 recht vage von ‚Heinrich von seinen Weinbergen bei Laurenburg berichtet wird, finden wir erstmalig 1368 eine recht präzise Beschreibung der Lage von Weinbergen am Burgberg.

Erster urkundlicher Nachweis

25. Januar 1368

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Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 206, 1368
© 2018 Weinbau an der Lahn / HHStAW
Alle Rechte vorbehalten.

Cone von Zuylheim (Saulheim ?) und Hebel seine Hausfrau bekennen dass sie ihr Wohnhaus, ihr Kelterhaus mit der Kelter, zwei Hofstätten, an jeder Seite des grossen Hauses eine gelegen, einen Garten, zwei Stuck Weingarten in dem Han, die den Gebrüdern Grafen Adolff und Johann von Nassau jährlich 9 Schillinge Zins geben, und elf Stück Weingarten oben und unten an dem Berg zu Laurenburg und zu Zculheim in der Grösse von vierthalb Morgen dem Abt Gerhard und dem Kl. Arnstein um 662 fl. verkauft und vor Schultheis und Schöffen aufgetragen haben.

Siegler: Graf Adolf zu Nassau

Originaldatierung: D. a. d. MCCCLX septimo ipso die Conversions s. Pauli sec. stil. Trev. doc.

Quelle: 
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 235, S. 163

auch:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 206, 1368
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Einzelheiten zu den weiteren im Dokument genannten Lagen Im Han und zu Zculheim finden Sie über die jeweilige Verlinkung.


Weitere urkundliche Erwähnungen

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Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, Nr. U 264, 1394
© 2018 Weinbau an der Lahn / HHStAW
Alle Rechte vorbehalten.

24. Mai 1394

Johann von dem Steine, Ritter, bekennt am 24. Mai 1392, dass er von dem Abt (zuerst steht: her Heinrich, später der richtige Name: her Arnold) und dem Kl[oster]. hat, um Mann desselben zu sein. Er hat ihm dafür eine Gülte von 3 fl. auf seinen Weingarten ,an dem clockhuse an dem burgberge“ bewiesen.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Vocem iocunditatis a. d. 1394

Quelle: 
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 294, S. 189 

auch:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, Nr. U 264, 1394

27. Juli 1485

Es erscheint aber nicht unwahrscheinlich, dass es sich bei diesem möglichen Bauwerk um selbiges handelt, das in den folgenden Urkunden mit einer anderen Verwendung als Duphus am 27. Juli 1485 oder als Dauphauß am 12. September 1531 benannt wird.

Johann Graf zu Nassau und Diez belehnt Dietrich von Staffel zugleich für dessen Bruder Wilhelm von Staffel, Ritter, mit den Lehen, die diese auch von Hessen haben, dem Vogtgericht zu + Windeshain mit Vogtei und Leuten zur Hälfte, mit dem Weingarten zu Laurenburg an dem Duphuse, sowie allein mit zwei Weingärten zu Laurenburg, 25 Fastnachtshühnern in der Esterau, Kapaunen-, Geld-, Hafer- und Hühnerzinsen zu Dörnberg.

Originaldatierung: 1485 uff mitwochen noch sannt Jacob des heiligen apostolen dag

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 170 I, U 1947, 1485

12. September 1531

Ausschnitt HHStAW Bestand 171 Nr. Z 4420, Seite 15

Zeile 10: Item einen Weingarten zu Laurenburg an dem Daubhaus daselbst, …

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 171, Z 4429, 1531

Exkurs

Auf den folgenden Seiten werden Erkenntnisse zur tatsächlichen Art des Bauwerks und seiner Verwendung bzw. Nutzung sowie zur Lokalisierung dargestellt.

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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.

Langenscheider Klamm

Dieser ehemalige Weinberg an der Langenscheider Klamm befindet sich im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau in der Gemarkung Langenscheid am Südhang eines beginnenden Taleinschnitts.