Tradition in steilsten Lagen

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.

Am 11. Mai 2018 um 17:53 Uhr umschloss der Boden des Adelhahn am Bernshahner Kopf, auch Obernhofer Himmelsberg genannt, wieder die Wurzeln einer Setzrebe.

Beginnend mit Müller-Thurgau bestockte Winzer Helge Ehmann vom Weingut Schreiberlay seinen ersten Hektar in dieser Lage zudem mit Spätburgunder und Riesling.

Eindrücke von der Wieder-Bestockung des Adelhahn
© 2018 Weinbau an der Lahn / Matthias C. Schmidt
Alle Rechte vorbehalten.

6 Wochen später zeigten sich die über 5.000 jungen Rebstöcke in guter Verfassung.

Man darf gespannt sein, welch große Weine diese Lage hervorbringen wird.


TOPOGRAFISCHE LAGE

Lage: Südhang des Bernshahner Kopfes
Exposition: 210° (SSW)
Hangneigung: Ø 40%
Größe: ca. 5ha (50.000qm)
Einzellage Adelhahn am Bernshahner Kopf bei Obernhof
Bildschirmfoto Google Maps
Bilder © 2019 Google, Aero West, GeoBasis-DE/BKG, Digital Globe, Landsat / Copernicus, Data SIO, NOAA, U.S. Navy , NGA, GEBCO
Kartendaten © 2019 GeoBasis DE/BKG (©2009) Google

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Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

ZUM VERGRÖSSERN IN DAS BILD KLICKEN
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

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Langenscheider Klamm

Dieser ehemalige Weinberg an der Langenscheider Klamm befindet sich im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau in der Gemarkung Langenscheid am Südhang eines beginnenden Taleinschnitts.