Tradition in steilsten Lagen

Die einzige bisher bekannte Nennung dieser Weinbergslage bei Balduinstein datiert in einer Urkunde aus dem Jahr 1386.

Erster urkundlicher Nachweis

27. Juli 1386

Wilhelm von Miehlen reversiert dem Erzbischof Cuno von Trier die Aufnahme (von Neuem) zum Burgmann in Balduinstein sowie Belehnung mit einem Burglehen, bestehend in 1 Morgen Feld am Schwalbenstein am Berge bei Balduinstein, das er zu Weingarten machen soll, und 4 Mark Rente, Martini, vom Keller zu Montabaur, die mit 40 Mark ablösbar sein soll.
Siegler: Aussteller, Ritter Johann von Cramberg und Heinrich von Gründau.
1386 uff den 27. dag des maendes genant julius zu latine 

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 170 I, Nr. U 862,1386

Lokalisierung

Man darf davon ausgehen, dass das zukünftig als Weingarten zu bewirtschaftende Feld in etwa im Bereich der heutigen Balduinsteiner Flur 4 ‚Im untersten Schwalbenstein‘ zu verorten ist.

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Balduinstein Flur 4 - Am untersten Schwalbenstein 
© 2019 LVermGeo / Geoportal Rheinland-Pfalz

Heute zeugen nur noch Mauerfragmente vom frühen Weinbau in dieser Lage (Bildmitte).

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© 2019 Weinbau an der Lahn / Matthias C. Schmidt
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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.

Langenscheider Klamm

Dieser ehemalige Weinberg an der Langenscheider Klamm befindet sich im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau in der Gemarkung Langenscheid am Südhang eines beginnenden Taleinschnitts.