Tradition in steilsten Lagen

Unbenannte Lay bei Scheidt

Eine unbenannte kleine Lay liegt zwischen der Hasenlay und der Schwarzlay und reicht mit ihren Schieferformationen lediglich ca. 50m den Hang hinab. Bruch und Sägespuren deuten darauf hin, dass auch hier Schieferplatten für den Wingert an der Hasenlay und/oder andere Bauwerke gewonnen wurden.

Auf der Südseite der Lay fällt ein Hang in einen breiten, flachen Erosionsgraben, der den Abfluss von ein Kaltluft ermöglicht.
Die Lage erfährt eine früh beginnende und lange währende jahres- und tageszeitlichen Sonneneinstrahlung auch im späten Jahr/Tag. 
Zudem ist sie durch ihre Nähe zum Ort leicht erreichbar.

Diese günstigen Bedingungen stärken die Vermutung, dass an dieser Stelle zeitweise ebenfalls Weinbau betrieben wurde. 

Mangels urkundlicher Nachweise, die auf diese Lage verweisen, lassen sich bisher weder Eigentümer noch Bezeichnung oder gar Dauer einer weinwirtschaftlichen Nutzung ermitteln.
Der flache Hangverlauf erforderte zudem wohl keine Stützmauern, so dass auch wegen bisher nicht aufgefundener Mauerfragmente keine die Vermutung stärkenden Nachweise geführt werden können.

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TOPOGRAFISCHE LAGE

Lage: südwestlicher Ortsrand von Scheidt an der Südseite der Hasenlay
Exposition: 195° (SSW)
Hangneigung: Ø 70%
Größe: ca. 750qm
Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'.

Lage Turmberg mit den Einzellagen 'Hasenlay', 'Schwarzlay' und 'Tornlay'.
© 2018 mapz.com

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Langeberg

IN ÜBERARBEITUNG

Erster urkundlicher Nachweis

10. MÄRZ 1392

Heinrich Stemich von Laurenburg und seine Gattin Else verkaufen dem Abte Arnold zu den Einkünften des Siechhauses des Klosters Arnstein vor den Schöffen von Holzappel unter Vorbehalt der Wiederlöse für 13 kleine Gulden eine Rente von jährlich 1 Gulden und setzen dafür 2 Parzellen Weinberg zu Frohnau zum Unterpfande.

Originaldatierung: D. ipso die dominico quo cantatur Reminiscere a. d. 1391 iuxta stilum Treverensis dyocesis

Quelle:
Arcinsys / Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392

Während im Kurzregest des Hessischen Hauptstaatsarchivs die beiden zu Unterpfand gesetzten Weinbergsparzellen räumlich „zu Frohnau“ eingeordnet werden, übernimmt Herquet die räumliche Zuordnung auf der Grundlage der Urkunde exakter aus.

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Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Danach setzen

Heinrich Steinich (?) von Laurenburg und Else seine Hausfrau … zu Unterpfand … einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe und einen Weingarten hinter der niedersten Mühle gelegen.

Quelle:
Karl Herquet, Urkundenbuch des Prämonstratenserklosters Arnstein an der Lahn, 
Erste Lieferung (1142-1446), Wiesbaden, Verlag von Chr. Limbarth, 1883, Nr. 290, S. 188
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392 Ausschnitt 'Frohnau'
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchiven Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt niederste Mühle

Sie setzen zudem einen halben Morgen Weingarten zu Froinauwe zu Unterpfand.

HHStAW, 11, U260, Ausschnitt Frohnau
Quelle:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 11, U 260, 1392
© 2018 Weinbau an der Lahn
Mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden.
Alle Rechte vorbehalten.

Einzelheiten zur Lage In der Frohnau finden Sie über diese [noch einzufügende] Verlinkung.

 

Abc


Weitere urkundliche Erwähnungen

1301

Abc


Topografie

Lage:
Exposition:
Hangneigung:
Größe:

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Adelhahn

Fast 700 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1319 und 60 Jahre nach der letzten Lese im Jahr 1958 begann mit der Wieder-Bestockung der im Zuge der Flurbereinigung rekultivierten Lage die Zukunftssicherung des Weinbaus an der Lahn.